09.03.10

Microsoft/Samsung Kinder-PC: Peppig und sicher

Microsoft und Samsung Kinder-PC

Auf der CeBIT stellten Microsoft und Samsung ein Netbook vor, das nicht nur durch sein modernes Outfit besonders für Kinder geeignet sein soll, sondern auch durch die spezielle Software, die darauf installiert wurde.

 

Wo ein PC zuhause steht, nutzt ihn vor allem auch der Nachwuchs: 71 Prozent der 7- bis 10-Jährigen gehen ins Internet, zwischen 11 und 17 Jahren sind es sogar fast 100 Prozent, rechnet Microsoft vor (Studie der Bitkom). Und sogar 27 Prozent der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren haben bereits einen eigenen Kindercomputer, so besagt es die KIM-Studie 2008.

Um die Kinder die Möglichkeiten des Webs näher zubringen und altersgerecht zu begleiten und zugleich vor dessen Gefahren zu schützen, stellte der Softwarehersteller auf der CeBIT einen "PC für Kinder" vor, der zusammen mit Samsung entwickelt wurde. Samsung steuert hierzu nur die Hardware bei: Ein "speziell auf die Ansprüche von Kindern zugeschnittenes Netbook, leicht, robust und dank entspiegeltem Display schonend für die Augen", verziert mit bunten Motiven.Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Microsoft ist auch nicht auf Samsung oder dieses Gerät festgelegt, nur wird die auf dem Gerät laufende Software (Betriebssystem, Programme, zusätzliche Maßnahmen) nicht einzeln angeboten werden, sondern nur in Zusammenarbeit mit bestimmten Lieferanten, wie Microsoft betont.

Stichwort Software: Das Betriebssystem ist Windows 7 Home Premium mit den neuesten Funktionen zum Kinder- und Jugendschutz. Eine spezielle Applikation erlaubt den Eltern, den PC einfach zu konfigurieren und Schutz-Richtlinien festlegen können (beispielsweise Einrichtung von Nutzerkonten, Nutzungszeit, Spiele, Web-Filter, Berichte). Es gibt einen Windows Live Kindermessenger, Scolaris (Brockhaus-Produkt und Online-Lerncenter). Als Mailpostfächer sind nur die Kinderschutzpostfach von WEB.DE und GMX.DE möglich.

Eltern können die Voreinstellungen wie beispielsweise Name und Alter des Kindes eingeben, woraufhin das System die Schutzstufe auswählt und den Rechner automatisch konfiguriert. Die Restriktionen und Einstellungen wurden in Abstimmung mit Pädagogen getroffen, die die altersabhängigen Voreinstellungen der Web-Filter definierten - man ist aber nicht daran gebunden.

 

Microsoft arbeitet mit Partnern in Deutschland zusammen und lässt zunächst nicht zu, dass Kinder eigene Programme auf dem Gerät installieren. Auch können die Kids nur die Seiten und Suchmaschinen benutzen, die vorher als unbedenklich eingestuft wurden - und Google gehört beispielsweise nicht dazu (dafür gibt es z. B. Blindekuh, mit deren Ergebnis sich auch Hausaufgaben lösen lassen).

Geplant ist, den "PC für Kinder" in der zweiten Jahreshälfte 2010 verfügbar zu machen, Preise für das Komplettpaket wurden nicht angegeben, sie dürften höchstens 50-100 Euro über dem Gerät ohne diese Einrichtung liegen. Ein Vorteil ist die einfache Einstellung und Gewissheit, dass die Maßnahmen auch greifen. Die Kinder müssen sich nur an das Korsett gewöhnen, und darin dürfte für Eltern die Haupt-Herausforderung liegen.

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