09.03.10

Microsoft Pink Smartphones: Noch ohne Windows Phone 7

Microsoft Pink Turtle

Nach Google will auch Microsoft nicht nur das Betriebssystem, sondern die Smartphones selbst liefern - erste Fotos und Gerüchte sind aufgetaucht.

 

Die zwei Microsoft-Handys, die auf den Abbildungen im Gadgetblog Gizmodo auftauchten, laufen unter dem Codenamen "Pink" und stammen offensichtlich von Sharp. Beide verfügen über eine Schiebetastatur. Wie der Nachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf einen Insider berichtet, handelt es sich um Smartphones, die schon im Mai oder Juni beim Mobilfunkbetreiber Verizon in den USA auf den Markt kommen. Sie richten sich vor allem an Jugendliche und erlauben dank Tastatur und zusätzlichen Applikationen besonders einfachen Zugang zu sozialen Diensten wie Facebook. Microsoft wird anders als Google selbst nicht als Verkäufer auftreten, sondern diese Rolle dem Netzanbieter überlassen. Zu den Geräten steht noch nicht mehr fest, als man auf den ersten Abbildungen erkennen kann. Es gibt "Turtle", ein etwas dickeres Gerät für die Jugend, und "Pure", die schlankere Variante für den Business-Kunden. Und was läuft unter der Haube? Microsoft hat 2008 Danger übernommen, welche die Software auf dem mobilen Messaging-Client "Sidekick" programmiert haben (dessen Hardware übrigens auch von Sharp stammte und damit ein Desaster erlebt, als T-Mobile alle in der Cloud gespeicherten Daten der Sidekick-Benutzer vorübergehend verloren hat).

Ein entsprechendes Pendant dürfte auf den Pink-Geräten laufen - und nicht Windows Phone 7, das frühestens im Herbst erwartet wird. Trotzdem sollen die Pink-Handys schon die Zune-Services nutzen können. Im Markt für Social-Media-Smartphones ist noch viel Reserve, außerdem kann Microsoft die beiden "Pink" wahrscheinlich mit sehr wenig Aufwand aus der Übernahme von Danger stemmen. Anders ist nicht zu erklären, dass sie so kurz vor der Veröffentlichung von Phone 7 nochmal ältere Klamotten in die Läden bringen.

Preise wurden weder offen noch hinter vorgehaltener Hand publiziert, doch die Geräte dürften kaum mehr als 200 Euro (ohne Vertrag) kosten. Sie schreien geradezu danach, mit einem "Social Media" Bundle der Netzanbieter (billiger) verkauft zu werden.

via Bloomberg und Gizmodo

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