30.01.14

Mark One 3D-Drucker: Schluss mit Plastikfäden, her mit Kohlefasern

Der Mark One fällt schon durch sein Design auf.

Als erster 3D-Drucker der Welt kommt der Mark One mit Kohlefasern als Material zurecht. Es eignet sich vor allem, wenn es auf ein ausgezeichnetes Verhältnis von Stabilität und Gewicht ankommt. Der Mark One hat aber noch mehr Talente und gibt einen Ausblick auf die nächste Evolutionsstufe der 3D-Drucker.

 

Gregory Mark hatte ein Problem: Für seine Firma Aeromotions suchte er nach einer Möglichkeit, Teile aus Kohlefaser einfacher und billiger herstellen zu können, fand aber keine. Das Unternehmen ist auf Spoiler für Rennwagen aus diesem Material spezialisiert. Die Folge: Er ließ einen entsprechenden 3D-Drucker entwickeln. Der MarkForged Mark One wurde nun der Konferenz "SolidWorks World" in San Diego vorgestellt. Neben Kohlefaser lassen sich auch Glasfaser und Nylon sowie das in der 3D-Druckszene verbreitete PLA-Plastik als Material verwenden. Mit Kohlefaser gedruckte Teile sollen dabei 20 Mal steifer und 5 Mal stärker als solche aus Plastik sein.

Nicht nur seine Druckfähigkeiten unterscheiden den Mark One dabei von der Konkurrenz, auch das Design fällt auf. Es wirkt ein wenig so, als hätte Apples Jony Ive mit einem Tonbandgerät als Vorbild einen 3D-Drucker entworfen. Das Alugehäuse soll dabei durch seine Stabilität die Präzision des Druckers unterstützen. Mit 57,5 x 36 x 32,2 cm ist er dabei zugleich kompakt genug, um auch auf dem einen oder anderen Schreibtisch Platz zu finden. Zugleich soll er mit seinem ungewöhnlichen Breitformat die Bedürfnisse von Ingenieuren erfüllen. Die Macher des Mark One haben sich nach eigenen Worten an CNC-Fräsen orientiert.

Weitere technische Angaben sind bislang noch rar. Ab Februar soll man ihn vorbestellen können. Ausgeliefert werden die Geräte dann in der zweiten Jahreshälfte. Für reine Privatanwender ist der Mark One dabei sicherlich nichts: Umgerechnet rund 3.700 Euro soll er kosten. Aber sicherlich dürfte der eine oder andere Hackerspace interessiert sein, einen Mark One zu erwerben.

Trotzdem ist dieser 3D-Drucker ein Beispiel für die Weiterentwicklung im Markt. Während im Amateur- und Semiprofi-Bereich noch vielfach Plastikfäden als Material dominieren, wird sich das dieses Jahr spürbar ändern. Wichtige Patente laufen aus, wodurch viele neue Geräte erwartet werden, die Flüssigharz per Laser aushärten. Sie bestechen vor allem durch feine Details. Und den Mark One kann man als Vorbote von Druckern sehen, die mit weiteren Materialien zurechtkommen, die über reine Designstudien hinausgehen.

Im Profibereich ist die Welt hier ja schon lange wesentlich vielfältiger.

Weitere Informationen findet ihr auf der Website zum Mark One sowie in diesem Bericht von Pupular Mechanics.

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