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27.01.08

Mangiafuoco: Bengalfackel als Feuerlöscher

Mangiafuoco

Angenommen Ihr Auto brennt. Und jemand kommt mit einer Art Bengalfackel angerannt. Dann seien Sie nett zu ihm: Er will nicht die Karosse abfackeln, sondern den Brand löschen. Mangiafuoco heisst das Ding und es soll ein echter "Feuerfresser" sein.

Mangiafuoco

Feuerlöscher in Fackelform (Bild: EP Company)

Feuerlöscher sind nie da, wo man sie braucht und wenn man sie braucht, funktionieren sie teilweise nicht. Die unter Druck stehenden Behälter verlangen nämlich nach Wartung. Als ungefährlich, wartungsfrei und trotzdem wirksam lobt der Hersteller EP Company seinen Kaliumsalz-Aerosolvernebler.

 


Ein Reibzünder startet den Feuerlöscher. (Bild: EP Company)

Der Mangiafuoco sieht aus wie eine Handfackel und muss auch via Reibefläche pyrotechnisch gezündet werden. Dann raucht der Stab heftig los und erzeugt so einen mikroskopisch feinen Kaliumsalz-Nebel. Der deckt einerseits die Flammen ab und entzieht ausserdem - so der Hersteller - dem Feuer auch anderweitig den Nachschub.

Die Dokumentation liefert folgende Erklärung:

Die Aerosollöschmittel unterliegen auf Grund der vom Aktivator abgegebenen Energie einer raschen Oxidierung, die sich durch einen Zustandsübergang (vom festen in den gasförmigen Zustand) ausdrückt, wobei es zur Bildung von freien Radikalen, den Kaliumatomen, kommt. Diese Atome haben die Fähigkeit andere freie Radikale aufzufangen, die bei der Kettenreaktion der Verbrennung entstehen und diese somit zu unterbrechen. Es ist hervorzuheben, dass, abgesehen vom anionischen Anteil (Bicarbonat), das Kalium dank seines geringen Ionisationspotentials eine hohe Hemmfähigkeit der Kettenreaktion der freien Radikale besitzt.</

Ich hab das zwar nicht wirklich verstanden, die Videos sind aber beeindruckend. Allerdings muss man beim Löschen anscheinend ziemlich dicht ans Feuer ran.

Die Feuerschluckstäbe kosten je nach Nebeldauer (50 oder 100 Sekunden) zwischen 75 und 119 Euro (99 bis 179 Franken).

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