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26.07.15

Luminea LED-Automatik-Leuchte im Test: Hände frei für die Wäschekörbe

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Kellerbeleuchtung kann - weil gerne vergessen - ein wahrer Energiefresser sein. Energiesparlampen wiederum sind erst hell, wenn man längst wieder an der Erdoberfläche ist. Zudem hat man oft die Hände voll. Eine Automatik-Lampe mit LEDs ist die - wenn auch nicht billige - Lösung.

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Das Licht im Keller wird gerne mal vergessen und ist dann als Glühlampe schnell "durch" und zudem ein Stromfresser. Energiesparlampen wiederum benötigen oft Minuten, bis sie ihre richtige Helligkeit erreichen und werden deshalb - und weil billige Modelle beim häufigen Schalten schnell kaputtgehen - erst recht angelassen, womit sich die Energiesparabsicht ins Gegenteil verkehrt.

Neben dem unnötigen Stromverbrauch ist auch die "Birnenwechslerei" ein stetes Ärgernis: Aus unerfindlichen Gründen bilden sich die Designer von einfachen Kellerlampen nämlich ein, dass Schrauben ein sehr obszönes Bauteil sind, das sich nicht öffentlich zeigen darf. Die Schrauben, mit denen die Glaskuppel einer üblichen Kellerleuchte befestigt wird, sind daher stets so tief wie möglich unter diese zurückgezogen. Damit wird nicht nur jeder Leuchtmittel-Wechsel zu einer halbstündigen Aktion, bei der man mit dem Schraubenzieher in uneinsehbaren Regionen herumstochert; es ist auch kaum möglich, Energiesparlampen einzubauen, weil nur für Standard-"Birnen" Platz genug ist.

Eine mögliche Abhilfe ist eine Automatik-Leuchte wie die Luminea Deckenleuchte mit Mikrowellensensor zu 30 €. Dieser Sensor ist hoch empfindlich und im 5-GHz-Band aktiv, in dem auch WLAN übertragen wird, was sich aber nicht gegenseitig behindern soll. Einbauen kann man neben einer Glühlampe auch eine LED-Lampe - eine Energiesparlampe ist dagegen nicht sinnvoll, s.o.

Warum aber eine LED-Lampe einbauen und nicht gleich eine LED-Leuchte nehmen?

Diese gibt es mit 10 W und mit 16 W ebenfalls von Pearl/Luminea. Zwar kann man hier das Leuchtmittel nicht wechseln, doch sollen LEDs ja lange halten. Die 16-W-Version ist auch wetterfest für den Betrieb im Freien. Einstellen kann man Empfindlichkeit, Nachleuchtzeit und ob die Leuchte bei Umgebungslicht wegen Entbehrlichkeit aus bleiben soll oder nicht. Im Keller mag dies keine Rolle spielen, auf einem Weg zur Garage dagegen schon eher.

Die Ausleuchtung durch die LED-Leuchte ist wesentlich besser als beim Einbau einer Lampe in eine normale Leuchte, weil die zahlreichen SMD-LEDs bereits gezielt nach unten strahlen und nicht wild rundum. Die Empfindlichkeit ist ebenfalls hervorragend. Die drei Klemmen zum Stromanschluss sind allerdings sehr zierlich geraten und machen das Einfädeln eines üblichen Massiv-Kupferdrahts aus der 230-V-Hausverdrahtung sehr mühselig. Wobei jemand ohne Elektroausbildung oder -Studium dies ohnehin nicht selbst machen sollte.

Um die Leuchte richtig einzustellen, ist sie zunächst ohne Deckel zu betreiben. Dies allerdings ist ebenfalls kritisch, weil die Bauteile auf Netzpotential liegen und nicht berührt werden dürfen.

Hat man die Montage und Einstellung gemeistert, ist die Luminea-Automatik-Leuchte jedoch ein sehr angenehmer Geselle. Der Leerlauf-Stromverbrauch für den Sensor ist unter 0,5 W, womit die Abschaltung auch tatsächlich Energie spart und der Komfortgewinn ist hoch. Ungewöhnlich nur, dass der Preis der Leuchte im Testzeitraum nicht etwa sank, wie man es bei Elektronik gewohnt ist, sondern anstieg.

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