29.03.14

Leuchtendes Rennrad Lumen: Bei Nacht reflektiert der ganze Rahmen

Leuchrad Lumen

Das Lumen ist bei Tag ein ganz normales, schmuckes Rennrad. Nachts spielt es eine Besonderheit aus: Der Rahmen reflektiert auftreffendes Licht. Keine lästigen Aufkleber oder Speichenreflektoren wären mehr notwendig. Probleme könnte es dennoch mit der Genehmigung geben.

 

Da ist man Hipster, hat ein cooles Retro-Rennrad, soll jetzt aber hässliche Reflektoren daran anbringen, weil sonst die Polizei Kasse macht? Nicht toll, nicht schön, nicht hip. Aber klar: Wer nur mit dem Rennrad den Großstadtdschungel durchkämmt, will das auch nachts tun und da empfiehlt es sich, verkehrssicher unterwegs zu sein.

Die Mission Bicycle Company aus San Francisco hat die Lösung dafür: Im neu entwickelten Rennrad namens Lumen reflektiert gleich der ganze Rahmen, wenn er angestrahlt wird. Möglich macht es eine Spezialbeschichtung. Diese Erfindung samt Rad bietet das Unternehmen jetzt auf Kickstarter an.

 

Das Prinzip ist eigentlich einfach: Der Lack wird mit abertausenden reflektierenden Kügelchen beschichtet, die das Licht mit Retroreflektion direkt zurückwerfen. Das Video zeigt, wie gut so ein leuchtendes Rennrad bei Nacht aussieht:

Hersteller dieses Speziallacks ist ein Unternehmen namens Halo Coatings, das den Lack auch für andere Objekte vermarktet, die nachts zur Sicherheit leuchten sollen. Halo schlägt selbst etwa Parkbänke, Hundeleinen oder - hier kennt man das Prinzip schon - Verkehrsschilder vor. Man müsste also nicht zwingend ein ganz neues Fahrrad bestellen, wie Mission Bicycle das in der eigenen Kickstarter-Aktion verlangt, sondern nur sein Fahrrad mit eben dieser Beschichtung einstreichen.

Nur leider ist diese zu diesem Zeitpunkt noch nicht für Endverbraucher erhältlich und in Deutschland und vielen anderen Ländern der Welt auch nicht erlaubt. Halo arbeitet deswegen vorerst nur mit industriellen Herstellern zusammen, die für entsprechende Produkte eine Genehmigung haben.

Wenn ihr euch ein Lumen für zu Hause bestellen wollt, könntet ihr also das Pech haben, dass es gar nicht durch den Zoll kommt oder, wenn doch, ihr damit nicht auf der Straße fahren dürft. Da die Idee aber eigentlich keine schlechte ist, könnte ich mir denken, dass die Radfahrerlobby hier eine entsprechende Genehmigung in absehbarer Zeit durchboxt, sollte der Bedarf steigen.

Die Kickstarter-Aktion des Startups ist bereits erfolgreich finanziert. Es klingt in meinen Ohren bei einer Förderungssumme von gewünschten 15.000 US-Dollar aber auch mehr nach einer Werbeaktion als nach wirklich benötigtem Geld. Die Lumen werden von Hand zusammengeschraubt, und es gibt sie in drei Ausführungen für umgerechnet 905 Euro (ohne Schaltung), 1.160 Euro (mit 8-Gang-Schaltung) und 1.800 Euro (Luxus-Version mit 8-Gang-Schaltung und qualitativ hochwertigen Bauteilen). Für den Versand ins US-Ausland verlangt Mission Bicycle noch einmal knapp 90 Euro extra. Die Kickstarter-Aktion läuft noch bis zum 17. April.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer