26.06.08

Logitech QuickCam Vision Pro für Mac: Aus alt macht neu und teuer

QuickCam Vision Pro für Mac

Mit der QuickCam Vision Pro bringt Logitech jetzt eine Webcam, die angeblich speziell für Macianer gemacht ist. Denn seit Apple serienmäßig Webcams in ihre Desktoprechner einbaut, ist der Bedarf an Mac-kompatiblen Kameras geringer geworden. Wer aber mehr will als die 640x480 Pixel der iSight-Bildgröße, der muss lange suchen.

QuickCam Vision Pro für Mac

Logitech QuickCam Vision Pro: Optisch verbesserungswürdig, technisch aber nichts wirklich Neues. Mehr BilderLogitech)

Auf der Suche nach einer passenden Webcam für mein iBook bin ich vor einigen Monaten fast verrückt geworden: Eine gebrauchte iSight war mir zu teuer, also musste es eine PC-Webcam sein.

Über diverse Umwege, wie beispielsweise das Treiberpaket von Macam, lassen sich die meisten Webcams auch am Mac benutzen, aber das ist meistens weder elegant noch bequem oder qualitativ hochwertig.

Weit vorn in Sachen Plug&Play ist Logitech. Von den günstigsten Modellen bis zur Deluxe-Version funktionieren die Webcams in Programmen wie Skype grundsätzlich problemlos, mangels passender Software bleiben dem Mac-User dabei aber einige Extra-Funktionen verwehrt. Beispiel:

Die QuickCam Express hat bei Benutzung der Software eine Auflösung von 640x480, am iBook schaffte sie aber nur 352x288.

Mittlerweile habe ich das Webcam-Problem über den Kauf eines MacBooks gelöst, trotzdem las ich gestern entzückt, dass Logitech jetzt mit der QuickCam Vision Pro eine Ausgabe der QuickCam Pro 9000 für den Mac vorgestellt hat.

Hier die harten Fakten: 2 Megapixel-Sensor, Carl Zeiss-Autofokus-Objektiv, VGA-Video-Qualität mit bis zu 30fps für praktisch ruckelfreies Video-Cchatten. Als reine Aufnahmekamera liefert sie HD-Video-Qualität. Von Preis her sind $129.99 geplant, damit wäre sie $30 teurer als die QuickCam Pro 9000.

Ein paar Anmerkungen habe ich aber doch zu machen: Meines Wissens werden alle USB-Cams nach UVC-Standard ab Mac OS 10.4.3 standardmäßig unterstützt, das trifft also für weite Teile der aktuell auf dem Markt befindlichen Webcams zu. Gerade Programme wie Skype haben außerdem bestimmte Treiber von Haus aus dabei, so dass auch Uralt- und Billigmodelle recht problemlos laufen.

Gerade weil die Vision Pro ohne jegliche Software geliefert wird, stelle ich mir die Frage, ob man nicht, sollte man eine solche Webcam überhaupt brauchen, direkt die 30 Dollar (also dann Euro) günstigere Windows-Version kaufen sollte.

Die im Endeffekt das gleiche tut wie ihr mit Mac-Logo bedruckter Bruder.

[QuickCam Vision Pro via Logitech Pressemeldung]

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