08.07.14

Logitech K310: Waschbare Tastatur im Alltagstest

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Wer lange Texte schreiben muss, aber gleichzeitig am PC auch noch Computerspiele spielt, hat bei der Tastaturauswahl oft ein Problem. Beides stellt an eine Tastatur unterschiedliche Ansprüche. Nach langer Suche entschied ich mich dann, die Version K310 von Logitech zu erwerben. Ob sie den Ansprüchen stand hält, erfahrt ihr im Test.

 

Bislang nutzte ich eine mechanische Tastatur von Microsoft. Sie war unglaublich laut, hatte einen sehr schweren Tastenanschlag. Bis der Tastendruck von der Tastatur tatsächlich erkannt wurde, brauchte es schon etwas Kraftaufwand. Das hat die Tastatur beim Vieltippen zu einer schlechten Wahl gemacht.

Als ich in den letzten Tagen immer wieder Schmerzen in den Fingerknöcheln spürte, nachdem ich längere Texte getippt hatte, entschied ich mich, eine neue Tastatur zu kaufen. Für das reine Tippen hätte ich eigentlich am liebsten eine sehr flache Tastatur, wie ich sie auf dem Chromebook 11 von HP habe. Fürs Gaming sind diese Tastaturen aber denkbar ungeeignet, weil ich im Halbdunkel die einzelnen Tasten klar erfühlen muss, möchte ich ein Spiel über Maus und Tastatur spielen.

Nach einigen Vergleichen zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen, entschied ich mich für das Modell K310 von Logitech. Die Firma wirbt mit einem leisen und weichen Tastenanschlag aber gleichzeitig einer guten Abgrenzung der einzelnen Tasten voneinander. Das vermindert Tippfehler und hilft auch im Halbdunkel die richtige Taste zu finden.

Diese Tastatur darf nass werden

Die Tastatur kam mit einigen Heftchen (Garantie, Anleitung) und einem Reinigungspinsel. Sie hat die Besonderheit, dass sie waschbar ist. Man kann sie also, wenn sie zu dreckig werden sollte einfach unter Wasser tauchen, dann auf einem Handtuch trocknen lassen und wieder verwenden. Die elektronischen Teile sind alle wasserdicht verpackt und so ist die Tastatur immer sauber. Zum Reinigen zwischendurch ist der eben genannte Reinigungspinsel gedacht.

Aufgrund des Aufbaus bietet die Tastatur keine Schmutzritzen zwischen oder unter den Tasten, wie es bei den meisten anderen Tastaturen leider der Fall ist. Zwischen den Tasten gibt es große Zwischenräume und die Tasten selbst stehen recht hoch ab, als würden sie auf einem Sockel stehen. Schwer zugängliche Eckchen gibt es so also nicht.

Kontrastreiches Design

Die K310 besteht aus einem rauhen Kunststoff. Der Korpus, der recht klein ist und somit kaum Platz auf dem Schreibtisch verschwendet, ist auf der Oberseite in Grau gehalten. Die Unterseite ist leuchtend blau. Die Tasten sind weiß mit einer grauen Beschriftung. Ich hatte bereits Tastaturen mit weißen Tasten und fand diese immer besser als schwarze Tastaturen, da man so auch bei schlechteren Lichtverhältnissen die Tasten korrekt erkennen kann, während man auf schwarzen Tasten bei Schummerlicht nichts mehr sieht.

Den Langschreibtest hat sie bereits bestanden und es ist wie erwartet sehr angenehm, auf ihr zu tippen. Sie ist beim Arbeiten viel leiser als ihre Vorgängerin. Und der leichte, gedämpfte Tastenanschlag schont die Finger. Beim Gaming schlägt sie sich mindestens so gut, wie ihre Vorgängerin - wenn nicht sogar besser. Die F-Tasten sind bei der K310 in Vierer-Grüppchen unterteilt. Das macht das "blinde" Bedienen der Tastatur noch einfacher. Während ich in Games, die mit den F-Tasten arbeiten, die Tasten oft still "abzählen" musste, um die richtige zu treffen, brauche ich das bei dieser Anordnung nicht mehr. Die klar fühlbare Abgrenzung der anderen Tasten voneinander unterscheidet sie nicht von meinen anderen Gaming-Tastaturen.

Gute Kompromisstastatur

Hätte ich meine Tastatur nur fürs Gaming oder für das Vieltippen gebraucht, wäre die K310 sicher nicht meine erste Wahl gewesen, weil es in beiden Fällen spezifischere und bessere und teurere Tastaturen gibt. Als Kompromiss zwischen beiden Ansprüchen bin ich mit ihr aber sehr glücklich. Sieht man von der technischen Ebene einmal ab und konzentriert sich auf die Optik, ist die K310 auch noch ein Blickfang auf dem Schreibtisch.

Einen Waschgang musste ich mit der Tastatur noch nicht vollführen, aber dies soll recht einfach sein. Dazu muss man die Schutzkappe auf den USB-Anschluss stecken und kann die Tastatur danach maximal 5 Minuten lang in 30 cm tiefes Wasser legen und putzen. Dazu kann man Reiniger verwenden, aber keine zu scharfen Putzmittel, die den Kunststoff angreifen könnten. Der Stecker muss dabei - trotz Schutzkappe - im Trockenen bleiben. Spezielle Ablauflöcher ermöglichen der Tastatur schnell zu trocknen und wieder einsatzbereit zu sein. Erfahrungsberichte im Netz bestätigen dies.

Die Logitech K310 Tastatur bekommt man im Fach- und Internethandel für unter 30 Euro. Zum Beispiel hier bei Amazon.

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