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17.07.14

Logitech G502 Gaming-Mouse ausprobiert: Nichts für zu kurze Finger

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Linke Mousetaste, rechte Mousetaste und vielleicht noch ein Scrollrad – das sind die Ansprüche, die man normalerweise an eine Mouse stellen würde. Die G502 Gaming-Mouse von Logitech ist dagegen mit vielen Tasten bestückt, die während des Gamings nützlich sind. Seit einigen Wochen ist sie bei mir im Einsatz und daher möchte ich meine Eindrücke einmal zusammenfassen.

 

Als die Mouse bei mir ankam, war ich zuerst recht skeptisch. Sie schaut sehr kantig aus und hat zudem auch zwischen den einzelnen Bereichen große Spalten. Alles in allem konnte ich mir nicht vorstellen, dass sie sonderlich gut dazu geeignet ist, lang und viel zu Spielen. Ich sollte eines Besseren belehrt werden.

Es befinden sich neben den beiden Mousetasten noch sieben weitere Tasten an der Mouse. Sie alle sind schon mit einer Funktion vorbelegt, können aber über die Logitech-Software noch einmal neu belegt werden. Für das normale Arbeiten ergeben diese Tastenbelegungen wenig Sinn, im Spiel sind sie allerdings sehr nützlich.

Drei Tasten befinden sich direkt in der Daumen-Mulde. Zwei von ihnen haben im Spiel keine Funktion und können deswegen selbst belegt werden. Eine verwende ich für die Push-To-Talk-Funktion der Team-Speak-Software. Die andere übernimmt in den jeweiligen Spielen zum Beispiel die Nahkampfangriffe. Die dritte Taste switcht zwischen den verschiedenen Profilen der Abtast-Auflösung. Neben der linken Mousetaste befinden sich ebenfalls zwei Tasten. Mit ihnen kann man direkt im Spiel die Auflösung erhöhen oder verringern. Das ist vor allem bei Ego-Shootern praktisch, wenn man plötzlich in den „Sniper-Modus“ wechselt und ein ruhiges Händchen erforderlich ist.

Auf der Oberseite hinter dem Mouserad befinden sich zwei weitere Tasten. Mit einer lässt sich das Mouserad entkoppeln. Es ermöglicht ein sehr schnelles scrollen. Das benutze ich in Spielen zwar nicht, aber dafür ist es für besonders lange Webseiten mit „Infinite Scroll“ perfekt. Mit der Taste dahinter lässt sich zwischen verschiedenen Profilen umschalten.

Bleigewichte zum ausbalancieren des individuellen Schwerpunkts

Auf der Unterseite der Mouse befindet sich der Laser, der den Untergrund abtastet. Man kann die Klappe zum Laser öffnen und dann Gewichte einlegen, um die Mouse auszubalancieren. Hier sollte man etwas herumexperimentieren, wie das Spielen angenehm ist. Eine schwere Mouse ist auf jeden Fall hilfreicher, um genauer zu und sicherer zu zielen.

Die Mouse ist Kabelgebunden. Da Kabel bei einer Spielmouse aber immer extrem belastet werden, ist dieses noch einmal textilverstärkt, damit es zu keinen Kabelbrüchen kommen kann.

Einsatz und Erfahrungen

Entgegen meiner Befürchtungen ist die kantige Mouse nicht unbequem oder drückt sich ab, wenn man sie längere Zeit im Spiel benutzt. Im Gegenteil. Sie ist gerade für das Gaming sehr viel bequemer, da man seinen Daumen ablegen kann, wenn man mit ihm gerade keine Taste bedient. Die Bedienung der vielen Knöpfe im Spiel selbst ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. Nach einer Stunde ging es aber schon flüssig von der Hand.

Einen Nachteil habe ich dann aber leider feststellen müssen: Die Mouse ist anscheinend für größere Hände gedacht, denn ich erreiche den Button, mit dem ich die verschiedenen benutzerdefinierten Auflösungen umstellen kann, nicht mit meinem Daumen. Dafür muss ich erst die Hand von der Mouse nehmen und dann die Taste bedienen. Zwar benutzt man die Taste nicht so häufig, aber dennoch ist das etwas ungünstig. Vor allem dann, wenn man sie neu belegen möchte.

Einsatz unabhängig vom Spielen und Zielgruppe

Mit einem Preis von knapp 80 Euro gehört die Mouse sicherlich nicht zu den günstigsten Modellen auf dem Markt, aber für Gamer-Ansprüche bringt sie die idealen Voraussetzungen mit. Zusammen mit der Logitech-Software für Gamer kann man sie seinen persönlichen Bedürfnissen individuell anpassen und verschiedene Profile für verschiedene Szenarien anlegen.

Gelegenheitsspieler werden sich eine Mouse wie diese nicht anschaffen müssen. Wer aber mehrere Stunden die Woche damit verbringt, durch virtuelle Welten zu ziehen, sollte sich diesen Luxus gönnen.

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