10.10.13

Locca: GPS-Modul für alles, was nicht verloren gehen soll

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"Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir für immer." Das mag vielleicht auf manche Menschen zutreffen oder auf sehr anhängliche Tiere, aber wer schon einmal sein Schlüsselbund verlegt hat oder wem seine Handtasche oder das Rad geklaut wurde, wird Konfuzius in dieser Weisheit widersprechen wollen. Mit den zwei kleinen GPS-Modulen von Locca findet man jetzt alles wieder, was man nicht verlieren möchte.

Das Locca-Team mit beiden GPS-Trackern

Hinter Locca steckt ein für die Startup-Szene nicht unbekanntes Gesicht. Julian Breitenecker aus Österreich ist der CEO und Co-Founder von Locca und bereits in vielen Firmen und Projekten aktiv gewesen. Im Video zu Locca erklärt er, wie er auf die Idee kam, dieses Gerät zu entwickeln. Während eines Urlaubs verschwand sein kleiner Sohn auf einem Spielplatz in Tel Aviv. Zwar tauchte er nach 10 Minuten wieder auf, aber das war für Julian ein so einschneidendes Erlebnis, dass er sich darüber Gedanken machte, wie er solchen Situationen zukünftig aus dem Weg gehen könnte.

Aus dieser Idee heraus sind Locca Mini und Locca Phone entstanden. Zwei GPS-Ortungsgeräte mit einer eingebauten SIM-Karte, die nicht nur die Ortung, sondern auch die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ermöglichen:

Locca Mini und Locca Phone

Das Locca Mini ist das kleinere Device der beiden Geräte und kann am Schlüsselbund, Fahrrad, Koffer oder am Halsband des Haustiers angebracht werden. Per App oder Webbrowser kann man live mitverfolgen, wo sich Locca Mini gerade befindet. Es besitzt ein LED-Licht und einen Pieper, um auf sich aufmerksam zu machen. Mit 23 Gramm Gewicht ist es das, laut Hersteller, leichteste GPS-Tracking-Device.

Mit dem Locca Phone erhält man ein Kommunikationstool mit GPS-Tracking, das man Kindern oder älteren Menschen an die Hand geben kann, denen man kein Handy oder Smartphone mitgeben möchte. Mit einem eingebauten Lautsprecher und Mikrofon eignet es sich als Gerät für Notfälle. Mit der Locca-App für Android und iOS kann man Locca Phone anrufen oder die Position des Trägers auf einer interaktiven Karte herausfinden.

Beide Geräte haben laut Hersteller eine lange Akkulaufzeit. Das Locca Phone soll mit einer Ladung bis zu einem Monat durchhalten. Hier kommt es natürlich darauf an, wie intensiv das Gerät genutzt wird.

Es entstehen monatliche Kosten, aber nur wenn man die Geräte auch verwendet

Für die eingebaute SIM und ihre Funktionalität muss man monatlich bezahlen. Bei dem Locca Mini belaufen sich die Kosten auf 9,90 Euro und beim Locca Phone auf 14,90 Euro monatlich. Wenn man die Devices allerdings nicht verwendet, kann man diesen Vertrag pausieren. Der zweite Co-Founder von Locca, Albert Fellner, ist der Gründer des Telekommunikations-Unternehmens Emporia Telecom. Die von dem Unternehmen produzierte Hardware richtet sich vor allem an Senioren. Emporia Telecom hat in Österreich unter den Prepaid-Anbietern einen Marktanteil von 16 Prozent.

Auf Indiegogo sammelt das Startup derzeit Geld, um das Projekt marktfertig zu machen. Die Indiegogo-Kampagne läuft bis zum 3. Dezember und durch die "Flexible Funding"-Option wird Locca das investierte Geld auch dann bekommen, wenn die geplante Zielsumme von 75.000 Euro nicht vollständig erreicht wird. Das Locca Mini erhält man man ab einer Spendensumme von 99 Euro. In diesem Preis sind auch 6 Monate Kosten für die SIM-Karten inklusive. Das Locca Phone soll 149 Euro kosten. Auch hier sind 6 Monate für die SIM inklusive.

Weitere Pakete, für die man spenden kann, findet man auf der Projekt-Seite von Indiegogo.

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