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02.09.06

Liveblogging combots-Pressekonferenz

combots

combotsDie combots-Pressekonferenz fängt an. Auf Englisch.

Hedd of PiAr Oliver Schwartz spricht ein Englich wie die Deutschen in frühen US-Filmen. "Hällou, and a warm wällkomm from mei seit..."

Herrn Knödler von New Line Cinema steht er als "Herrn Knödel" vor. Der guckt etwas gequält.

Dann kommt Michael Greve. Combots hat das PowerPoint Design von Apple geklaut: Schwarz mit ein bisschen weiss (sieht man leider auf dem Digicamfoto nicht):

 

Die fast leeren Folien von Apple haben sie nicht übernommen, aber Greve präsentiert nicht unbedingt wie Steve Jobs, sondern hangelt sich mehr an den Bullets entlang, obwohl er sehr gut Englisch spricht. (Hinterher in der Frage-und-Antwort-Session finde ich ihn überzeugender als mit Folien.)

Und dann kommt's: Die letzte Folie von Greve lautet doch ohne Scherz: "and then there's one more thing..."

Huahua. Das Publikum reagiert nicht, scheint niemand bemerkt zu haben. Das eine Ding mehr sind die Kooperationen mit New Line Cinema (Figuren aus "Herr der Ringe" als Charaktere), Paws (Garfield) und United Media (Snoopy). "sis is hau it looks like, you see Frodo, you see Aragorn", sagt Schwartz.

Die erste Frage eines Journalisten ist, warum combots nicht gestern die Leute informiert hat, die sich via Eingabe der E-Mail-Adresse an den Launch erinnern lassen wollten. Greve antwortet: "I don't see the point."

Die nächste Frage bezieht sich auf die Differenz zwischen den "free to test version" und der registrierten Version. Greve sagt, es gebe keinen wirklichen Unterschied. Der Journalist fragt nach, wieso sich dann jemand registrieren sollte. Greve antwortet, er glaubt, sie registrieren sich trotzdem, wenn sie das Produkt mögen. (Und zahlen ?1.99 im Monat für etwas, das es auch gratis gibt?)

Der nächste fragt nach einem Volumenlimit. Da man auch offline kommunizieren kann, brauche combots doch viel Speicherpatz. Greve sagt, eigentlich wollen sie ihre Kunden nicht mit solchen Details belasten (finde ich lobenswert, wobei am Ende trotztdem jeder eine beschränkte Festplatte hat), aber es gibt ein "500-MB-Limit pro Konversation", also E-Mail oder Chat. Sie haben heute schon 5 Petabyte bei sich im Serverraum stehen.

Nächste Frage: "Sicher kommunizieren, nur mit seinen Freunden" etc., das klingt sehr nach 50+ Generation, während Heidi, Garfield und Frodo doch mehr nach Teenies aussehen, nach der Jamba-Klingelton-Zielgruppe. Wie sieht das aus? Greve sagt, ja genau, finden wir auch, dass es da einen Konflikt gibt, wir machen halt jetzt erst die Teenies, und die ziehen dann die Familie nach. "Und wer nicht Heidi oder Aragorn sein will, für den gibt es auch andere Charaktere wie eine Glaskugel oder den Eiffelturm." Sehr gute Idee. Ich frage meinen Vater, ob er sich eher als Eiffelturm oder als Glaskugel sieht.

Was sind die Preise für das Test-Abo? ?1,99 pro Monat für 24 Monate, 2,49 für 12 Monate, 2,99 für 3 Monate Testabos.

Warum sollte ich combots nehmen statt einem anderen Instant Messenger? Greve sagt, "combots combines the paradigm of email with that of instant messaging". Man hat eine Inbox und kann trotzdem Instant Messaging machen.

Ich frage nach den Performance-Problemen, über die einige Blogger geschrieben hatten, sollten behoben sein, und deinstallieren muss man es gar nicht, sondern kann einfach den Combots-Folder in den Papierkorb schieben, und dann ist es weg.

Fertig. Sie sind in Halle 7.2A Stand 114, dort kann man auch alles anschauen.

Am Ende posieren Heidi und Garfield nochmal für die Journalisten, und einer sagt ohne Vorwarnung zu ihr: "S Heidi sött no Schwyzerdütsch redä." Die versteht nur Bahnhof. Mit Combots wäre das nicht passiert, denn auf der Folie stand "All without a single word."

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