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14.03.06

Live von der CeBIT: Der etwas andere PC

Vor lauter Origami/UMPC könnte beinahe in Vergessenheit geraten, dass man an der CeBIT auch sonst alle möglichen und unmöglichen Formen von PCs entdecken kann. Klar, der klassische Laptop dominiert, und auch der althergebrachte Desktop ist keineswegs tot, aber die Vielfalt der PC-Anwendungsbereiche bringt immer wieder neue Form Factors hervor.

Zum Thema Tablet-PC gab es alle möglichen Variationen. Seit Jahren einer der einfallsreichsten Hersteller ist die Firma PaceBlade, die schon Tablets gebaut hat, bevor Microsoft überhaupt mit der nötigen Software auf dem Markt war. Die Maschinen von PaceBlade enthalten zum grössten Teil einen Touchscreen, funktionieren also ähnlich wie ein UMPC. Anders als der UMPC sollen die PaceBlade-Produkte aber eher im Profi-Bereich ihren Einsatz finden und verfügen daher über besonders robuste Gehäuse. Ausserdem wird auf dem Bildschirm mit einem normalen Keyboard-Layout getippt und nicht mit der lustigen DialKey-Tastatur der UMPCs.

Andere Firmen überlegen sich, wie man das traditionelle Notebook etwas auffrischen könnte. Bei Toshiba wurde ein Prototyp gezeigt, bei dem der Bildschirm von der Notebook-Basis abnehmbar ist. Der Bildschirm für sich allein funktioniert dann als Tablet und kommuniziert mit dem Rest der Maschine (wo CPU, Harddisk usw. untergebracht sind) per Funk.

 

Auf die Frage hin, wie denn der Bildschirm für normales Arbeiten mechanisch ausreichend solide an die Basis montiert wird, war die Antwort: "Daran arbeiten wir noch." Ach so, dachten wir doch, dass da noch ein Detail fehlt.

Ein ähnliches Konzept hatte Samsung im Programm, allerdings im überdimensionierten 19"-Format. Das resultierende Zweiteiler-Notebook sah so gross und massig aus, dass man wohl auch gleich seinen Desktop-PC unter den Arm klemmen könnte.

 

Die meisten Leute sehen den PC ja immer noch primär als Arbeitsgerät. Da der PC aber auch immer mehr als Unterhaltungsmaschine dient, könnte ja auch sein Äusseres mal etwas mehr Kreativität zeigen, denken sich einige Hersteller.

Ego aus Holland zeigte eine Linie von, äh, kreativ gestalteten Notebooks mit auswechselbarem Aussendesign. Die Geräte sollen sich primär wohl an Frauen richten, die sich zum Sonderpreis von nur 4000 Euro ein solches Schmuckstück leisten wollen. An Innenleben erhält man immerhin einen AMD-Turion-Prozessor, eine 80GB-Platte und einen 12"-Screen mit 1280x800 Pixeln Auflösung.

Aber wie gesagt, wichtig ist das Design. Auch wenn man bzw. frau beispielsweise auf Leoparden-Minis steht, findet sich das passende Notebook-Outfit:

 

Schick für den etwas gesetzteren Herrn ist hingegen das bei Testa Motari ausgestellte Notebook im Edelholz-Design, passend zum Interieur des S-Klasse-Mercedes:

 

Ebenfalls auf der Mode-Welle reitet die Firma Dialogue. Das Mini-Subnotebook Flybook wird etwas penetrant als Modeartikel vermarktet. Darum gab es am Stand auch immer wieder Modeschauen zu sehen.

 

Ach ja, das kleine orange Ding im Vordergrund ist übrigens das Produkt. Das neuste Modell bietet solide Subnotebook-Leistung mit einem umklappbaren Touchscreen im 8.9-Zoll-Format. Das Flybook kann also auch als Tablet-PC benutzt werden. Eine Besonderheit ist auch der eingebaute GSM-Teil, mit dem das Flybook direkt funken kann.

Auch für den heimischen Desktop-PC gab es viele schöne Gehäusevarianten zu sehen. Wer seinen PC hingegen nicht nur optisch, sondern auch akustisch verbessern und das unangenehme Lüftergeräusch loswerden will, wird möglicherweise bei der Firma Wasser-Computer fündig. Die bietet nämlich PCs mit einem Konvektions-Flüssigkeitskühler an, der völlig ohne Pumpe oder andere geräuscherzeugende Teile auskommt.

Dafür ist das Design umso lauter:

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