15.07.08

LG Secret im Test II/II: Kamera auf dem Prüfstand

LG Secret im Test

Ob die 5-Megapixel-Kamera und die HSDPA-Verbindung halten, was sie versprechen, das haben wir im zweiten Teil unseres LG-Secret-Tests angeschaut. Schwerpunkt bilden die Multimedia- und Internet-Features.

» Zum ersten Teil des Test

Im ersten Teil des Tests haben wir uns die "normalen" Handy-Features des LG Secret KF750 angeschaut. Im zweiten Teil wollen wir uns mehr auf die Multimedia- und Internet-Fähigkeiten des Geräts konzentrieren. Schliesslich klingen 5-Megapixel-Kamera, VGA-Video (DIVX) mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde sowie HSDPA mit "Google Package" ziemlich interessant. Beginnen wir mit dem "banalsten" Extra: der Kamera.

5-Megapixel-Handys sind inzwischen zwar keine Sensation mehr, gehören aber, was die Anzahl Bildpunkte betrifft, zur Zeit immer noch ganz klar zum oberen Ende der Fahnenstange - wie es dann mit der Qualität ausschaut, ist immer die andere Frage. Insofern ist es wohl auch nicht wirklich sinnvoll, wenn LG damit wirbt, dass das bloss 11.8mm dicke Secret eine 5-Megapixel-Kamera beherbergt. Dass auf einer so kurzen Strecke zwischen Linse und Chip ein qualitativ hochstehendes Foto entseht, ist physikalisch gar nicht möglich. Doch urteilt selbst (zum Vergrössern bitte klicken):

 

Outdoor-Testfoto

 

Indoor-Testfoto

Ich finde, die Fotos sehen, vor allem was die Farben betrifft, etwas künstlich aus. Zudem überzeugt mich die Bildschärfe auch nicht gerade.

Die Bedienung der Kamera geht ganz flott, es ist jedoch etwas mühsam, dass etwa die Blitzeinstellung nicht gespeichert wird; man muss ihn immer wieder ausschalten, wenn man in den Kameramodus wechselt. Die Bezeichnung "Blitz" ist etwas übertrieben, aber das Kameralicht leistet immerhin respektable Dienste - besser als nichts ist es allemal. Unter dem Strich ist die Kamera des LG Secret von der Bedienung und den Optionen her deutlich näher an einer Digitalkamera als an einer Handy-Knipse.

 

Kameralinse des LG Secret

Die kleine Linse kann jedoch nicht nur Fotos schiessen, sondern auch Filme aufnehmen (in dieser Klasse leider keine Selbstverständlichkeit). Bezüglich der Bedienung gilt dasselbe wie bei der Kamera - einige Einstellungen werden nicht gespeichert und müssen bei jedem Gebrauch wieder neu geändert werden, was mühsam ist. Wohl das speziellste Feature ist die Möglichkeit, Videos mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde aufzunehmen (das LG Viewty kann das auch schon). Dadurch kann man Dinge in Zeitlupe aufnehmen und abspielen. Ein oder zwei lustige Sujets gibt es für diese Zeitlupenfunktion sicher, jedoch ist das eher ein Feature, das man einige Male ausprobiert und dann vergisst. Wie man hier sieht, ist auch die Qualität nicht gerade berauschend, dafür rauscht es gewaltig:

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Ein mit 120fps aufgenommenes Video. Solche Filme werden bloss mit 15 Bildern pro Sekunde - also rund 8 Mal langsamer als normal - wiedergegeben.

Die "normalen" Videos machen jedoch Spass und können sich durchaus sehen lassen. Zudem hat LG auch noch gleich eine Videoschnitt-Funktion eingebaut - gut, wenn man "rasch" zwei kleine Filme zusammenfügen oder ein Video etwas kürzen will. Alles andere wird man aber auf dem Computer machen wollen.

Was die Internet-Qualitäten betrifft, wartet das LG Secret mit HSDPA auf, was, je nach Netzbetreiber, Geschwindigkeiten von bis zu 7.2Mbps ermöglicht. Wie sich im Praxistest aber zeigte, ist reine Bandbreite auch nicht das Gelbe vom Ei. Ich habe den Eindruck, als würde der Browser die eigentlich flotte Verbindung mit seiner Langsamkeit wieder zunichte machen. Jedenfalls finde ich surfen auf dem LG Secret auch in UMTS- und HSDPA-Gebieten nicht viel schneller, als wenn ich auf meinem iPhone mit EDGE durchs Internet gurke. Aber ehrlich: 2.4 Zoll-Display hin oder her - auf so einem Handy wird mobiles Internet nie wirklich Spass machen und stellt eher eine Notlösung dar. Rasch etwas twittern, schnell ein Bild hochladen, ok - aber richtig surfen? Ich glaube nicht.

LG Secret KF750 im Closeup

Übrigens: LG hat auch noch gleich ein "Google Package" eingebaut. Damit hat man raschen Zugriff auf Google Mail und Maps sowie auf die Dienste Blogger und YouTube. Dafür gibt es zunächst einen Pluspunkt - den ich in meinem Test aber wieder abziehen muss, weil diese Dienste trotz verschiedener SIM-Karten und vieler ausprobierter Varianten nicht funktionieren wollten. Zur Entlastung von LG sei aber gesagt, dass solche Probleme kaum auftreten, wenn man das Handy ganz normal in einem Laden kauft, da die Geräte dann üblicherweise bereits für bestimmte Mobilfunkunternehmen voreingestellt sind.

Fazit: Das LG Secret macht unter dem Strich wirklich viel Spass. Einige Dinge trüben aber den Gesamteindruck. Die fehlende Synchronisation mit Mac ist bei LG ein solches Problem (und eines, welches bei einem Handy dieser Preisklasse eigentlich keines sein dürfte). Aber eigentlich handelt es sich dabei bloss um Details. Die Kamera ist mittelmäßig, reicht aber für User, die nun ein bisschen knipsen wollen. Grösster Pluspunkt ist das coole und schicke Design - da ist LG den anderen Handyherstellern immer noch ziemlich weit voraus.

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