14.07.08

LG Secret im Test I/II: Wir lüften das Geheimnis

Das LG Secret KF750 im Test - der schicke Slider ist mit allerlei Features vollgepackt.

Das LG Secret (KF750) ist zur Zeit in aller Munde. Der schicke Slider ist das dritte Handy der Black Label Series und will die Gunst der Kunden nicht nur mit schickem Design, sondern auch mit seinen Features erwerben.

 

Das LG Secret KF750 im Test - der schicke Slider ist mit allerlei Features vollgepackt. (Foto: D. Amherd / neuerdings.com)

Der Werbespot zum neuen LG Secret (KF750) wird zur Zeit ebenso häufig ausgestrahlt wie die "Nessun Dorma"-Nummer der Telekom. Das ist wenig überraschend, denn das Secret tritt als drittes Handy der Black-Label-Reihe das Erbe von "LG Chocolate" und "LG Shine" an und stellt bei den Koreanern zur Zeit das Flaggschiff der Handy-Flotte dar. neuerdings.com hat eins der begehrten Handy in die Finger gekriegt und konnte es ausgiebig testen.

Zum Einstieg ein Überblick über die wichtigsten Tech Specs:

  • 2.4-Zoll-Display (QVGA-Auflösung)

  • HSDPA/UMTS/EDGE

  • 100MB interner Speicher, microSD-Slot

  • 5-Megapixel-Kamera

  • Videoaufnahmen in VGA-Auflösung, bis zu 120 Bilder pro Sekunde

  • Touchscreen-Funktion ("Fingerpad")

  • Beschleunigungsmesser für Spiele und Hochformat/Querformat-Umschaltung

Was zuallererst auffällt, ist die gute Verarbeitung und das tolle Design des Slider-Handys. Sowohl die mit Kohlefaser beschichtete Rückseite als auch die grosse Front aus gehärtetem Glas machen einen äusserst stabilen Eindruck und lassen das Secret sehr edel aussehen.

 

Die Rückseite des KF750 ist aus Kohlefaser. (Foto: D. Amherd / neuerdings.com)

Was die Steuerung betrifft, verfolgt das Secret mit der "Neon Touch Navigation" (siehe Bild unten) ein ähnliches Konzept wie die anderen Handys der Black-Label-Reihe, verzichtet aber im Gegensatz zum letzte Woche hier vorgestellten LG KF600 auf einen adaptiven Touchscreen. Ist man mit ähnlichen Wurstdaumen gesegnet wie ich es bin, trifft man manchmal versehentlich nicht den mittleren Knopf, sondern eine der vier umliegenden Tasten, das stellt aber kein wirkliches Hindernis dar.

 

Das LG Secret KF750 verzichtet auf einen traditionellen Fünf-Wege-Button und setzt dafür auf "Neon Touch-Technologie" (Bild: D. Amherd / neuerdings.com)

Da auf der ausschiebbaren Tastatur nur die Nummerntasten zu finden und die C- sowie die Anruftasten am oberen Teil angebracht sind, hat man beim Tippen von SMS etwas Mühe, an die obersten Tasten zu gelangen. Dies ist zwar bei Slider-Handys ein bekanntes Problem, jedoch hat LG ja beim KF600 gezeigt, dass es auch anders geht.

Was die Steuerung angeht, wartet das Secret mit einem an sich coolen Feature auf, schöpft es aber noch nicht voll aus. Per Knopfdruck kann man nämlich das Display zum Touchscreen umfunktionieren (LG nennt dieses Feature "Fingerpad"). Doch leider kann man dann nicht via Fingerpad durch das normale Menu navigieren, sondern ist auf fünf Applikationen beschränkt: MP3-Player, Fotoalbum, Spiele, Dokumente und Radio.

 

Im Fingerpad-Modus des LG Secret hat man auf fünf verschiedene Applikationen Zugriff. (Foto: LG Electronics)

So kann man dann fast wie auf dem iPhone durch Fotos "hindurchblättern" oder MP3s hören, ohne das Keypad benutzen zu müssen. Bei den Spielen kann man ganz auf die Finger verzichten, sie werden nämlich (auch fast wie auf dem iPhone) mit dem eingebauten "Beschleunigungsmesser" gesteuert.

Alles in allem ziemlich schick und geeky, jedoch ist das Fingerpad für mich eher "proof of concept" als ein alltagstaugliches Feature. Schliesslich hat man sozusagen ein zweites Menu, das mit dem normalen Hauptmenu überhaupt nicht zusammenhängt. Hört man zum Beispiel MP3s und will rasch eine SMS schreiben, muss man zuerst das Fingerpad deaktivieren, ins Hauptmenu wechseln, die SMS schreiben, und dann das Fingerpad via Seitentaste wieder aktivieren. Wieso nutzt man den Touchscreen nicht gleich für alles?

 

Das LG Secret mit aufgeschobener Tastatur. (Foto: D. Amherd / neuerdings.com - anklicken für grosse Ansicht)

Beim Display treten übrigens dieselben Probleme wie beim KF600 auf - scheint die Sonne, sieht man vom Bildschirm fast nichts mehr. Dies hat jedoch nicht nur mit der Qualität des Bildschirms an sich zu tun, sondern hängt auch mit der stark spiegelnden Vorderseite zusammen. Schade - ich benutze mein Handy nicht gerade selten im Freien.

Bei den "traditionellen" Handyfunktionen überzeugt das Secret. SMS können flott getippt werden, und die Sprachqualität ist hervorragend ("Ich habe nicht mal bemerkt, dass du von einem Handy aus anrufst"). Die Akkulaufzeit liegt bei "normalem" Gebrauch übrigens bei knap drei Tagen, was noch im Rahmen liegt.

Im Alltag macht das LG Secret jedenfalls Spass und vermag mich zu überzeugen. Im nächsten Teil des Tests werden wir uns die Multimedia- und Internet-Features etwas genauer anschauen.

» zum zweiten Teil des Tests

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