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26.11.13

LG Pocket Photo ausprobiert: Mobiler Sofortbilddrucker

Foto (2)

Der neue LG PD233 Pocket Photo Printer von LG unterstützt den mobilen Lifestyle und ermöglicht das Drucken von unterwegs. Brauchen wir einen Printer für die Hostentasche? neuerdings.com hat ausprobiert, was der Drucker kann.

Foto (2) LG Pocket Photo Printer: Die Farben auf dem Ausdruck sind deutlich matter als in der Bildvorschau

Was früher die Polaroidkamera ablichtete, machen heute mobile Drucker. Klein, leicht und überall einsatzbereit - so beschreiben Hersteller wie LG, HP und Brother ihre Drucker für unterwegs. Aber wozu braucht man mobile Drucker, die Fotos in Visitenkartengröße ausgeben? Eigentlich für nichts. Was die Polaroidkamera machte - Schnappschüsse und Momentaufnahmen - können unsere Handys schon lange. Dafür brauchen wir keinen mobilen Drucker. Zudem stellt man heute mehr Bilder ins Netz als zu Hause in einen Rahmen. Vorstellen kann ich mir, dass ein mobiler Drucker bei einer WG-Party oder Hochzeit zum Einsatz kommen kann. Gerade aktuell wäre es auch ein passendes Weihnachtsgeschenk, das sicherlich für Abwechslung unter dem Weihnachtsbaum sorgt. Was der LG Pocket Photo Printer sonst noch kann? neuerdings.com hat es ausprobiert.

Fakten

Der LG PD233 Pocket Photo Printer passt mit seinen kompakten Maßen von 8,0 x 12,1 x 2,4 cm und einem Gewicht von 215 g gut in jede Jackentasche. Zudem macht er drahtloses Drucken direkt vom Smartphone und Tablet möglich: Via Bluetooth, USB oder NFC (Nahfunktechnik) werden Bilder direkt vom mobilen Android- oder Apple iOS-Gerät an den Printer gesendet und auf Zink-Fotopapier ausgedruckt. Die Zink-Drucktechnologie ermöglicht das Drucken ohne Tinte. Der Trick: Die Farbpigmente sind bereits im beschichteten Spezialpapier enthalten. Das ermöglicht unkompliziertes und schnelles Drucken. Innerhalb von 40 Sekunden hält man ein Bild im Format 7,6 x 5,1 cm und einer Auflösung von 1.124 x 640 Pixel in der Hand.

Damit Bilder gedruckt werden können, braucht es die kostenlose LG Photo App. Mit 20 Bildeffekten, 11 Rahmen, 6 Bildgrößen, QR-Code-Generator und anderen Features mach die App das Bearbeiten von Fotos leicht.

Das Design des Geräts ist schlicht, die Farbe stört nicht. Allerdings ist das Herzchenmuster auf dem Gehäuse sicher nicht jedermanns Geschmack.

Kritik

In der Bedienungsanleitung wird bereits darauf hingewiesen: Die Farben auf dem Ausdruck sind deutlich matter als in der Bildvorschau - schade.

Der Preis von 199 Euro ist zudem etwas hoch angesetzt, zumal das unkomplizierte Drucken ziemlich eingeschränkt ist: Habe ich zehn Fotos ausgedruckt, muss ich bereits wieder eine neue Packung Zink-Papier nachlegen. Für das grenzenlose Fotovergnügen muss ich also viele Packungen auf Vorrat dabei haben und den Akku nach 25 Drucken (500 mAh Li-Polymer-Akku) wieder neu aufladen. Der vollständige Ladeprozess kann bis zu 90 Minuten dauern.

Immer noch fraglich ist der Einsatz dieses Printers: Neben der WG-Party oder der Hochzeit kommt mir noch das "Sofort-Geschenk" auf Reisen für Einheimische in den Sinn. Das wäre denkbar, aber einen Pocket Printer mit Ladegerät und weiteren Fotopapieren im Alltag mitzuschleppen ist nicht wirklich praktisch. Auch das Nachfüllen von Zink-Papier kann einem auf einem Fest auf die Nerven gehen. Fazit: Ein "nice to have" Produkt, mehr aber auch nicht.

Ein Gastbeitrag von Blogwerk-Kollegin Martina Caluori.

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