05.07.08

LG KF600 im Test: Vibrierende Venus

LG KF600 Venus

Das "Venus" KF600 von LG ist ein schickes Slider-Handy mit einer 3-Megapixel-Kamera. Im Test werden aber auch Schwächen offenbar - vorab für Mac-User.


Das LG KF600 "Venus" mit Screens von Keith Haring

Seit dem LG Chocolate haben wir keine LG-Handys mehr getestet. Schade eigentlich, denn die Handys aus Korea sind meistens nicht nur deutlich stylisher, sondern auch noch eine Spur spezieller als die der Konkurrenz. Das LG KF600 (dass es den Übernamen "Venus" trägt, ignoriere ich jetzt einfach mal) ist auch wieder so ein Handy mit dem "gewissen Etwas". ich habe es ausgiebig testen können.

 

Die grösste Besonderheit des LG KF600 ist, dass es auf einen Joystick bzw. 5-Wege-Button verzichtet und stattdessen unter dem Hauptdisplay einen 1.5-Zoll-Touchscreen (LG nennt ihn InteractPad) eingebaut hat. Dies ist insofern nützlich, als die Buttons oder Infos angezeigt werden können, die im jeweilgen Modus gerade relevant sind. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte, deshalb hier einige Screenshots:


Venus LG KF600: Verschiedene Bedien-Displays.

Wirklich cool finde ich die Option, dass das Handy kurz vibriert, wenn man auf dem Touchscreen eine "Taste" drückt. Bislang habe ich solches "taktiles Feedback" als unnötigen Firlefanz abgetan, muss nun aber zugeben, dass es einem wirklich hilft. Bei den ersten Versuchen war der Touchscreen übrigens etwas fummelig, nach einiger Angewöhnungszeit und vor allem einer Kalibrierung des Screens geht das aber schon deutlich flotter.


Das LG KF600 geöffnet.

Grösste Schwäche des KF600 ist der Bildschirm. Vor allem mit den vielen farbenfrohen Keith-Haring-Themes sieht die Sache zwar ganz fröhlich aus, sobald man jedoch nach draussen geht, ist auf dem Display nichts mehr zu sehen. Das ist dann doch schon ein ziemlicher Dämpfer und macht das Teil - mindestens zur jetzigen Jahreszeit - schon fast unbrauchbar.

Ebenfalls nicht viel Spass macht der eingebaute Browser. Allerdings muss ich zugeben, dass man, wenn man sich einmal an das iPhone gewöhnt hat, natürlich andere Massstäbe setzt. Zudem werden Vielsurfer wohl kaum auf das KF600 setzen, sondern lieber mit einem UMTS-Handy vorlieb nehmen.

Überzeugt hat mich hingegen die 3-Megapixel-Kamera. Sie bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man sie auch von Digitalkameras kennt, so z.B. Optionen für den Weissabgleich, Makromodus, Selbstauslöser etc. Die Bilder sind gut, weisen jedoch auch bei Tageslicht ein Rauschen auf. Hier ein Testfoto in der höchsten Auflösung:


Testbild LG KF600

Das KF600 ist solide verarbeitet und sieht mit seinem Chromstahl-Rahmen edel aus. Angenehm ist, dass man während des SMS-Schreiben auch die obersten Tasten problemlos erreichen kann - bei einigen Slider-Handys hat man oft zu wenig Platz und stösst immer an die Kante des Oberteils.

Bis hier könnte ich das LG KF600 also empfehlen. Es sieht gut aus und ist angenehm zu benutzen.

Leider hat die LG-Venus ein Manko, welches das KF600 für mich unbenutzbar macht. Man kann nämlich nicht via Mac-Adressbuch die Kontakte mit dem KF600 synchronisieren, und das ist für mich inzwischen ein must-have. Windows-User sowie Handy-Besitzer, die alle Kontakte auf der SIM-Karte gespeichert haben, sehen hier sicherlich kein Problem, jedoch schrumpft vor allem die zweite Gruppe immer mehr.

 

Fazit: das LG KF600 ist ein cooles schickes Handy für Leute, die kein Supergerät benötigen, sondern bloss telefonieren und SMS schreiben wollen, jedoch trotzdem aufs Design wert legen. Die Synchronisations-Geschichte ist bei mir gerade ein spezifisches Problem, sollte in der heutigen Zeit aber dennoch nicht vorkommen.

Hier nochmals ein Überblick über die technischen Daten:

  • 2-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel

  • 1.5-Zoll-Touchscreen

  • 3-Megapixel-Kamera

  • 40MB interner Speicher + microSD Slot

  • EDGE

  • Akkulaufzeit offiziell: 200h / gemessen: 3 bis 4 Tage

Das LG KF600 kostet ohne Vertrag ca. ?230 bzw. CHF350 und mehr. Übrigens: wem das KF600 zu simpel ist und wer gerne potentere Geräte hat, der kann nächste Woche hier den Testbericht zum LG KF750 Secret lesen.

LG KF600

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