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05.01.11

Lenovo U1: Das Hybrid-Tablet läuft mit Android und Windows

das Lenovo U1 - mit Android 2.2 und windows 7 - und der Lenovo-eigenen Oberfläche.

Lenovo hat mit dem U1 vor einem Jahr das erste Hybrid-Notebook vorgestellt. Jetzt ist die hierzulande nie verkaufte erste Version aufgerüstet worden: Als Notebook läuft es mit Windows, als Tablet mit Android (Video).

Es ist CES in Las Vegas, und der Tablet-Boom, den man letztes Jahr erwartet hatte, ist voll ausgebrochen. Lenovo hat den Medien- und Blogmenschen heute gleich zwei Tablets gezeigt; auf das andere komme ich in einem separaten Posting zurück.

Zunächst aber habe ich mich nach dem Hybriden U1 erkundigt, dem Hybriden, der mich bereits vor einem Jahr beeindruckt hat - und dann nirgends mehr aufgetaucht ist: Das ansprechend designte System sah aus wie ein Notebook, aber man konnte den Bildschirm aus einer Art Plastikmuschel herauslösen und hielt dann plötzlich ein Tablet in den Händen.

Nun, das U1 ist auferstanden, und es heisst sogar noch gleich, hat aber jetzt Android und Windows an Bord:

Denn die erste Version des Tablets lief mit einem von Lenovo entwickelten proprietären Linux-System. Und als ein paar Monate nach der CES Android so richtig abhob, war den Verantwortlichen bei Lenovo klar, dass sie umsteigen mussten.

So wird das U1 jetzt nochmals präsentiert: äusserlich gleich wie der Vorgänger, haben sich die inneren Werte geändert (wobei noch keine genauen Techspecs zu erfahren waren).

Wenn es in der Muschel als Bildschirm zum Tastaturteil angedockt ist, läuft auf dem System Windows 7, und das Tablet ist einfach ein normaler 10-Zoll-1280 x 800-Pixel-Touchscreen.

Wenn man es aus der Schale rausnimmt (oder den entsprechenden Knopf drückt), startet augenblicklich Android 2.2 (vor Verkaufsbeginn soll dann Honeycomb, also Android 3.0, drauf kommen). Und zwar so schnell, dass man kaum folgen kann.

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Allerdings gibt es Nachteile. Das Tablet hat nämlich keinerlei Anschlüsse ausser dem für das Andocken an das Tastaturteil, was ja ein eigener Rechner ist. Ausserdem lässt sich die Tastatur auch nicht mit Android benutzen, aberumgekehrt muss das Tablet muss angeblich im Notebook-Teil aufgeladen werden. Das schneidet sich allerdings mit der Aussage von Stephen, der mir das gerät gezeigt hat, wonach das tablet allein für rund 600 Dollar und mit dem Notebook-Teil für rund 1200 Dollar verkauft werden soll. das geht ja wohl nur, wenn man das Tablet auch laden kann.

Dafür lässt sich an die Basistation, die ja eigentlich ein leistungsfähiges Notebook ohne Bildschirm ist, ein externer Monitor anschliessen. Damit hätte man dann also zwei Rechner. Ich denke bloss, dass ich nicht ein Sandwich kaufe, um zwei Scheiben Brot zu haben.

Ach, und noch was: Diese Preise sind die für den chinesischen Markt. Wie's dann in den USA und Europa aussieht, wo das U1 dann im (späten) Frühling auftauchen soll, ist noch offen.

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