Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

11.02.16

Test

Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen: Der Tausendsassa für Meetings

Laserpointer, Powerpoint-Fernbedienung, Touchscreen-Pen und Kugelschreiber in einem. Wir haben den vielseitig einsetzbaren Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen einem Test unterzogen.


Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen (Bild: Leitz)

Wie gut ist der Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen?

Wer viel in Meetings unterwegs ist, kennt folgende Probleme: Man will sich schnell etwas notieren, hat aber keinen Stift zur Hand; Und wenn man etwas präsentieren will, findet man auf die Schnelle die Fernbedienung oder den Laserpointer nicht.

Leitz hat diese Probleme erkannt und deswegen ein interessantes 4-in-1-Produkt auf den Markt gebracht: den Complete Pro Presenter Stylus Pen. Wie wir bereits berichteten, handelt es sich dabei um einen Stift, der aber mit einem pfiffigen Konzept aufwarten kann.

Einerseits ist der Presenter Stylus Pen ein Kugelschreiber, andererseits kann er auch als Digitalstift für Touchscreens eingesetzt werden. Zudem fungiert das knapp 50 Euro teure Zubehör als Laserpointer und als Fernsteuerung für Präsentationen.

Das klingt ein bisschen nach einer „eierlegenden Wollmilch-Sau“. Kann das Konzept überzeugen? Wir haben es getestet.

Positiver Ersteindruck

Nimmt man den Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen in die Hand, kann er gleich punkten. Mit seiner gummierten Oberfläche liegt er angenehm in der Hand und durch sein Gewicht von rund 250 Gramm wirkt er wertig und stabil. Auf den ersten Blick sieht er wie ein typischer Profi-Kugelschreiber aus. Nur die drei kleinen Knöpfe am Ende lassen vermuten, dass hier mehr drin steckt als man denkt.

Wer den Pen zum Schreiben nutzen möchte, kann gleich loslegen. Auch hier macht das Office-Zubehör einen sehr guten Eindruck: kein Kleckern, kein Schmieren, ein angenehmes Schreibgefühl – so wie man es von einem teuren Kugelschreiber erwartet.

Schnelle Inbetriebnahme

Doch der Pro Presenter Stylus Pen bietet ja noch mehr. Als nächstes testeten wir die technischen Features. Die Inbetriebnahme geht ganz schnell und einfach vonstatten: Man legt die drei mitgelieferten Knopfzellen ins Batteriefach, indem man den Leitz-Stift wie einen Kugelschreiber aufschraubt. Statt einer Mine fügt man die Mini-Batterien ein. Fertig.

Drückt man auf die hinterste Taste (mit einem "-" gekennzeichnet“) geht der Laserpointer an. Dass man hiermit vorsichtig sein soll, indem man zum Beispiel keinen Menschen ins Gesicht leuchtet, darauf wird an mehreren Stellen hingewiesen.

Fernsteuerung für digitale Präsentationen

Betätigt man die zwei Tasten davor … geschieht nichts. Verständlich: Hierzu muss man zuerst die Verschlusskappe abnehmen und den Halte-Clip nach oben schieben, dann zeigt sich ein USB-Stecker. Diesen schiebt man inklusive des Deckels in seinem passenden Anschluss am Computer oder Notebook. Darauf hin wird bei erstmaliger Verwendung automatisch ein Treiber installiert.

Danach ist der Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen bereit für sein nächstes Einsatzgebiet: als Fernbedienung. Startet beispielsweise eine Powerpoint-Präsentation, kann man mit den zwei der drei Tasten auf der Rückseite des Stiftes bei den Slides vor- und zurückblättern. 

Ein Touchscreen-Stift für Notizen

Für die letzte Einsatzmöglichkeit ist eine kleine „Umbauarbeit“ nötig. Zuerst muss wieder der Deckel abgezogen werden (falls er nicht eh schon abgenommen wurde), danach zieht man kurz hinter der Kugelschreiber-Spitze. Danach dreht man dieses kurze Element um und steckt es wieder ein.

Statt einer Kugelschreiber-Spitze sieht man nun ein gummiertes Ende. Damit kann man über Smartphone-, Tablet- oder Notebooks-Touchscreens wischen, ohne dass man Fingerabdrücke hinterlässt. Zudem ist es möglich, hiermit zu zeichnen und handschriftliche Notizen zu verfassen. Aufgrund der breiten Spitze wird allerdings etwas Fingerspitzengefühl benötigt. 

Negative Seiten

Was uns nicht gefallen hat, ist wohl ein Produktionsmangel: Schon beim ersten Herausschieben des USB-Steckers fiel die Kappe des Stiftes auseinander und ließ sich nicht mehr richtig reparieren.

Die Fernbedienungsfunktion ist zwar eine gute Idee, allerdings muss man – gerade bei einigen Metern Abstand – extrem genau auf den Empfänger (also die Verschlusskappe) zielen, damit man vor- und zurückblättern kann. 

Die Positionierung des Laserpointer-Knopfes finden wir nicht nur ungeschickt, sondern gefährlich. In einer Präsentation kann es schnell mal passieren, dass man aus Versehen auf die falsche Taste drückt und damit den Laserstrahl aktiviert. Somit wäre es besser gewesen, Leitz hätte den Knopf an einer anderen Stelle positioniert. 

Fazit

Der Leitz Complete Pro Presenter Stylus Pen wirkt stabil, hochwertig und ist vielseitig einsetzbar. Er stellt einen kleinen Tausendsassa dar, den man schon bald nicht mehr missen möchte, weil man sich so das Herumtragen verschiedener Utensilien erspart.

Allerdings trüben ein paar Mängel das interessante Konzept. Und der Preis fällt auch ziemlich gesalzen aus. 

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer