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08.10.15

Leitz Complete Powerbank 1350 angeschaut: Power aus der Brieftasche

Leitz Complete Powerbank 1350 (Bild: Leitz)

So klein wie eine Scheckkarte, aber trotzdem so leistungsfähig, um ein modernes iPhone um rund 50 Prozent zu laden - das verspricht Leitz für seine kompakt gebaute Powerbank. Stimmt das?

Leitz Complete Powerbank 1350 (Bild: Leitz) Leitz Complete Powerbank 1350 (Bild: Leitz)

Als Leitz kürzlich einen Akku-Pack in Kreditkartengröße ankündigte, wurde ich kurz bleich. Sofort musste ich an die Charged Card denken, welche - ähnlich kompakt gebaut - sich als astreiner Flop herausstellte.

Setzt Leitz, eine Firma die eigentlich für Aktenordner und andere Büromaterialien bekannt ist, mit seiner neuen Powerbank für den Geldbeutel auf der gleichen Technologie auf? Oder kann die flache Mobil-Batterie wirklich überzeugen? Ich habe mir die Leitz Complete Powerbank 1350 angeschaut und ein wenig getestet.

Die erste Entwarnung gibt es, wenn man sich die technischen Daten durchliest. Im Gegensatz zur Charged Card setzt der deutsche Konkurrent nicht auf einen halbgaren Akku, sondern auf ein Modell mit 1.350 mAh. Damit soll man ein iPhone um bis zu 50 Prozent aufladen können.

Passt in die Brieftasche

Auch die anderen Angaben lesen sich angenehm: Die Mini-Powerbank ist lediglich 63 x 92 x 5 Millimeter groß und besitzt damit wirklich die Außenmaße einer Scheckkarte, und ist in etwa so dick wie rund drei bis vier Karten. Damit passt der Leitz-Akku gut in gewöhnliche Geldbeutel. Auch das Gewicht von lediglich 40 Gramm fällt nicht störend auf.

Womit das Gadget ebenfalls punktet: seine Hülle. Das Plastikgehäuse wirkt sehr stabil, damit dürfte es - bei normaler Benutzung - kein "Bendgate" oder Derartiges geschehen. Und die schwarze Oberfläche fühlt sich auch angenehm und wertig an.

Wie bedient sich die "Scheckkarten-Powerbank"?

Die Bedienung der Leitz Complete Powerbank 1350 entpuppt sich fast als kinderleicht: Um den Lithium-Polymer-Akku zu laden, verbindet man ihn mittels des mitgelieferten MicroUSB/USB-Stecker mit einem PC oder einer anderen Stromquelle. Drückt man auf den eingelassenen, kleinen Knopf an der Seite, zeigt ein LED-Lichtlein an, ob die Batterie geladen ist oder nicht.

Was auch gefällt: In die kompakte Plastikhülle ist ein kurzes Lightning-Kabel integriert, an welches man sein iPhone 5 oder höher anstöpselt. Soll das Apple-Smartphone geladen werden, so drückt man wieder auf das seitliche Knöpfchen.

Akkuleistung: top oder Flop?

Nun kommt die alles entscheidende Frage: Bietet der Brieftaschen-Akku wirklich die versprochene Leistung? Ja, hier kann ich Entwarnung geben. Bei meinen mehrmaligen Testläufen wurde mein ausgeschaltete iPhone 5 wirklich um 40 Prozent und mehr geladen. Damit bringt die kompakte Powerbank das, was sie verspricht. Zumindest über einen kurzen Nutzungszeitraum. Wie sich das Leitz-Produkt über mehrere Monate bei zigfacher Benutzung schlägt, muss noch ein Langzeittest zeigen.

Einen Wermutstropfen muss noch erwähnt werden: Leitz veranschlagt für die Complete Powerbank 1350 einen satten UVP von 44,95 Euro. Wer allerdings etwas im Internet stöbert, kann den Akku im XS-Format bereits deutlich günstiger erwerben.

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