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20.08.14

Lego Brick Drone: Quadrocopter aus Bauklötzen mag nicht abheben

Fliegende Bauklötze. Hier ein Prototyp aus dem Jahr 2012. (Foto: GenCode Systems)

So recht kommt die Lego Brick Drone nicht in Schwung: Schon zum dritten Mal versuchen die Macher, ihre Idee bei Kickstarter unter die Leute zu bringen.

 

Ed Scott und Nick Margarone arbeiten bereits seit geraumer Zeit an einem Quadrocopter, der zu großen Teilen aus regulären Lego-Klötzen besteht. Einzig spezielle Komponenten, darunter die Halterung für die Motoren, sollen aus dem 3D-Drucker kommen. Weiterhin werden noch zusätzliche Elektronikbauteile, eine Fernsteuerung und ein Akku benötigt. Das große Ziel ist eine flugfähige Drohne, die auch eine GoPro-Actioncam transportieren kann. Aber wozu die Mühe? Offenbar will niemand ein solches Fluggerät.

 

Es war einmal...

Ursprünglich entstand die Idee von Ed Scott bereits 2012, damals kreierte er einen funktionsfähigen Prototypen. Später folgte ein selbständig fliegendes Modell basierend auf Technik von 3D Robotics. Ed merkte, dass gerade der LEGO-Aspekt seiner Familie und seinen Kids viel Spaß bereitete - und daraus sollte mehr werden. Eine nette Geschichte, bisher ohne Happy End. Obwohl er sich später mit dem 3D-Drucker-Experten Nick Margarone zusammenschloss, konnten sie kaum andere Menschen begeistern. Bei ihrer ersten Kickstarter-Kampagne  im April dieses Jahres wollte das kleine Team 22.000 US-Dollar haben, um damit eine Art Baukasten für eine LEGO Drohne anbieten zu können. Das Projekt wurde vor Ablauf der Crowdfunding-Aktion abgebrochen, aber auch die zweite Kickstarter-Kampagne mit einem niedrigeren Ziel verlief nicht erfolgreich. Nicht einmal 2000 US-Dollar konnten die beiden einnehmen. Aller guten Dinge sind vielleicht drei? Jetzt möchten die zwei nur 200 US-Dollar als Vorschuss sichern - und auch da sieht es noch nicht so gut aus. Verrückt.

Ed und Nick bewerben ihre Lego Brick Drone bei Kickstarter seit jeher mit einem Video. Überzeugend?

Der Haken?

Wieso kann sich niemand für die Lego Brick Drone begeistern? Macht der im Video gezeigte Prototyp zu wenig her? Können erfahrene Lego-Bastler so etwas selbst bauen? Wirkt die Konstruktion nicht stabil? Es ist unklar. Eventuell ist es aber einfach nur der Preis: Die Schöpfer verlangen 125 US-Dollar (rund 100 Euro) für die Konstruktion und die Halterung für die Motoren sowie die GoPro-Kamera. Hardware, also Motoren, Rotoren, Steuerungssystem, Akku, etc., müssen noch separat erworben werden.

Aber: Wer das anders sieht und die Lego Brick Drone für unterstützenswert hält, kann noch einige Wochen dabei behilflich sein, das Projekt bei Kickstarter zum Erfolg zu verhelfen.

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