14.07.10

LaCie XtremKey: All-Terrain-USB-Speicher

Xtremkey - hält 10 Tonnen aus.

LaCie lässt sich mit dem XtremKey wieder etwas einfallen, um das Marketing seiner USB-Speichersticks anzukurbeln: Unzerstörbarkeit. Der Speicher soll der Offroader der USB-Sticks sein.

USB-Sticks sind überall. Allein auf der CES in Las Vegas habe ich knapp zwei Dutzend der Speichermedien mit Pressinfos drauf in einer Grösse zwischen einem und 8 Gigabyte gesammelt.

CD und DVD haben ausgedient. Ich habe meine Daten auch deshalb lieber auf USB-Speicher-Sticks, weil die etwas weniger schnell von äusseren Einflussen unlesbar gemacht werden. Man kommt ja selten in die Verlegenheit, dass man einen USB-Stick in die Bratpfanne wirft, aber sollte man die Idee haben, muss man sich beim Xtremkey von LaCie angeblich keine Sorgen um seine Daten machen. Auch wenn man sich in der Arktis verirrt oder den Stick aus einem fahrenden Auto wirft, macht der Speicher das mit, weil LaCie dem USB-Stick eine 2 Millimeter dicke Hülle aus Zamak verpasst hat:

Was wie ein Füllmaterial bei Zahnarzt klingt, ist eine Legierung aus Kupfer, Zink, Magnesium und Aluminium und besonders Widerstandsfähig. Denn USB-Sticks gehen ja generell nicht nur gerne verloren, weil sie sich in der Notebook-Mappe, in der Jackentasche oder im Durcheinander auf dem Schreibtisch verschlaufen; sie fallen auch zu Boden, werden getreten, eingeklemmt oder mit den Jeans bei 45 Grad gewaschen.

LaCie hat schon mit den Schlüssel- und Münzenförmigen USB-Sticks dem ersten Problem des Verlierens der Speichersticks engegengewirkt. Mit dem XtremKey sollen die letzten Herausforderungen ("Abenteuer") bewältigt werden: Er ist ein "Allterrain-Speicherstick", offenbar sowas wie ein Hummer in der Autowelt, bloss ohne den Benzinverbrauch.

Dass Der XtremKey weniger wie ein Schlüssel und mehr wie ein Gewehrgeschoss aussieht, ist den Namensgebern vielleicht entgangen, oder sie fanden den konischen USB-Stick etwas gar martialisch.

Dabei lesen sich seine Widerstandsdaten tatsächlich wie die Reifeprüfung für einen Marine: Der USB-Stick hat am Ende mit dem Anschluss einen verschraubten Deckel mit O-Ring zur Abdichtung; er ist bis 100 Meter wasserdicht und übersteht Stürze aus fünf Metern Höhe ebenso wie Kälte bis -20 und Hitze bis 200 Grad Celsius.

Der letzte Wert ist allerdings etwas verräterisch, denn im Feuer liegen lassen sollte man den XtremKey offenbar nicht, dort herrschen je nach Brennstoff deutlich höhere Temperaturen - Holz etwa hat einen Zündpunkt von rund 400 Grad, und Metall ist bekanntlich nicht der beste Isolator gegen Hitze. Die Pressemitteilung redet daher lieber von den 10-Tonnen-Lastwagen, die der Stick schadlos übersteht.

Technisch gesehen wird's mit dem XtremKey wieder etwas einfacher: Er hat eine Speicherkapazität von acht bis maximal 62GB und den bewährten USB-2.0-Anschluss, der Datenübertragungsraten von 30 Mb/s beim Schreiben und 40 Mb/s beim Lesen erreichen soll.

Kosten wird das unverwüstliche USB-Speicherstick-Geschoss LaCie XtremKey "ab 50 Dollar", wenn es im August in den USA erhältlich wird. In der kleinsten Variante mit 8 GB kostet der Stick dann hierzulande 50 Euro, will man 64 GB speichern, muss man 240 Euro auf den Tisch legen.

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