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25.10.08

Kunst-Kunsteisbahn: Die Schweizer Rutschen auf Plastik

Das Kunststoff-Eis (Keystone)

Eishockey muss möglicherweise bald umbenannt werden: Das Schweizer Sportamt testet während zwölf Monaten eine Kunststoff-Eisanlage.

Es gibt Hockey, Eishockey und seit neustem Kunsteis-Hockey. Oder Kunst-Eiskunstlauf.

Das ist kein alter Hut, auch wenn die meisten Eisbahnen ohnehin mit künstlichem Eis betrieben werden - das Schweizer Sportamt testet in Magglingen eine völlig neue Technik: Jetzt kommt das künstliche Kunsteis:

Die Eisbahn wurde auf einem Tennis-Hartplatz installiert und mit einem Zelt überdacht (nasses Kunsteis ist lästig, nasses Kunststoff-Kunsteis könnte gefährlich werden).

Rund ein halbes Dutzend Hersteller bietet Kunst-Kunsteis an. Die Anlage in Magglingen soll zunächst ein Jahr getestet werden, bevor das Sportamt sich entscheidet, die Installation solcher "Eis"-Bahnen in Randregionen zu unterstützen, wo Kunsteis namentlich im Frühjahr und im Sommer schwer zu finden ist.

Damit geht wohl eine Tradition aus der Zeit des Tennisbooms vorbei, als Kunsteisbahnen wie die in Sissach bei Basel, wo ich jeden Winter die Mädchen mit Hockey-Kurven und stiebendem Eisregen beim Bremsen zu beeindrucken versuchte, sommers als Tennisanlagen umgenutzt wurden.

Ob sich auf dem Kunststoffeis - das einen leicht höheren Gleitwiderstand biete als echtes Eis - diese Art des Bremsens in einer Wolke von Eisnebel (oder eben Kunststofflocken) praktizieren lässt, konnten wir bisher nicht verifizieren.

Medienmitteilung Baspo: Kunststoffeisbahn in Magglingen

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