18.06.13

Kowa iPhone-Adapter und Fernglas im Test: Starkes Tele für das iPhone

Kowa iPhone Adapter

Die optische Sparte des japanischen Unternehmens Kowa entwickelt Ferngläser seit 1952. Außerdem bietet Kowa Adapter für das iPhone an, mit deren Hilfe man Ferngläser und Teleskope als Vorsatzlinsen für das iPhone verwenden kann. Wir haben ausprobiert, wir gut das funktioniert.

Kowa iPhone Adapter (Bilder: Frank Müller)

Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass man ja einfach ein vorgehaltenes Fernglas als Teleobjektiv für das iPhone verwenden kann, war ich von der Einfachheit der Idee fasziniert. Der erste Freihandversuch brachte jedoch gleich die Ernüchterung: Der Mensch hat einfach nicht genug Hände, um iPhone und Fernglas in der richtigen Position zu halten und auch noch auf den Auslöser zu drücken.

Darum gibt es Projekte wie Snapzoom und Do-It-Yourself-Anleitungen zum Bau eines Adapters . Und es gibt den iPhone-Adapter von Kowa, den ich in Kombination mit dem Fernglas Kowa SV 10x32 ausprobiert habe.

Die Qualität der Bilder könnt ihr in der Fotogalerie selbst beurteilen. Ich war ziemlich verblüfft darüber, welche Ergebnisse man mit der Kombination iPhone + Adapter + Fernglas erzielen kann.

Der iPhone-Adapter Kowa TSN-IP4S

Der Adapter für das iPhone 5 heißt TSN IP5. Ich habe allerdings den Adapter TSN-IP4S für das iPhone 4S ausprobiert, da ich noch kein iPhone 5 besitze. Der Adapter besteht aus einer passgenauen Kunststoffhülle mit griffiger Gummierung, die mit einer Metallplatte verklebt ist.

Diese Metallplatte ist der Träger für die unterschiedlichen Adapterringe. Zwei werden mitgeliefert, dazu noch eine Handschlaufe, die man an einer kleinen Metallöse befestigen kann. Hat man den passenden Adapterring aufgeschraubt, kann es losgehen.

Die Handhabung

Der Adapterring passt perfekt auf das Okular meines Testfernglases (zu dem ich gleich noch komme). Wenn ich den Adapter links aufsetze, bilden Adapter und Fernglas eine kompakte Einheit, die sich sehr gut halten lässt. Das iPhone muss dabei nicht extra gehalten werden. Mehr Kontrolle über das fertige Bild hat man, wenn man das iPhone auf dem rechten Okular des Fernglases aufsetzt. dann kann man mit dem freien linken Okular noch besser die Schärfe einstellen als über das iPhone-Display.

Die App: Pure Shot

Kowa hat eine eigene App für das Digibinning entwickelt, die sich [itunes ] TeleCamera [/itunes] nennt und 89 Euro-Cent kostet. Ich habe mir diese Ausgabe gespart und stattdessen die Beispielfotos mit [itunes itunes.apple.com/de/app/pureshot/id591785487] PureShot[/itunes] von jag.gr gemacht. Nicht nur, dass die App auch im TIFF-Format speichert, man kann auch soweit heranzoomen dass die leicht abgerundeten Ecken verschwinden, die sich sonst zeigen, wenn man mit einem Teleaufsatz fotografiert.

Das Fernglas Kowa SV 10x32

Das Fernglas Kowa SV 10x32 ist für den Outdoor-Einsatz gedacht. Es liegt durch seine Gummierung gut in der Hand, ist nebel- und wasserdicht. Die Schärfe lässt sich an einem zentralen Ring einstellen. Wenn man das Fernglas nicht am mitgelieferten Gurt um den Hals trägt, kann man es in der gepolsterten Tasche verstauen, die am Gürtel befestigt werden kann.

Ich kenne mich mit Ferngläsern nicht so gut aus, aber als Laie finde ich die Qualität des Bildes sehr gut, wenn auch leichte Farbsäume zu erkennen sind. Nicht zu vergleichen mit den billigen Ferngläsern, durch die ich bisher geschaut habe. Zuerst sollte ich ein [itunes B001V7SXBO]Glas der Genesis-Serie [/itunes] zum Testen erhalten, was mich angesichts des Preises etwas zum Schlucken brachte.

 

Zum Glück konnte ich dann das Kowa SV bekommen, was für meine Zwecke völlig ausreichend ist. Die SV-Serie bietet laut Kowa ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis und ist noch bezahlbar. Für den Einstieg ins iPhoneographieren mit Fernglas-Aufsatz perfekt. Wie man an der Rose sieht, sind auch Makrofotos aus ein paar Metern Entfernung möglich.

 

Der Stativadapter

Kowa hat noch den Stativadapter KB1-MT mitgeschickt, den ich aber nicht im Einsatz hatte. Mit seiner Hilfe kann man das Kowa Fernglas auf ein Stativ schrauben und auch bei weniger guten Lichtverhältnissen unverwackelte Fotos schießen.

Fazit: Solide Lösung für Iphoneographen

Für das Digibinning ist der iPhone-Adapter TSN-IP4S perfekt. Man braucht nicht unbedingt ein Kowa-Fernglas, es lassen sich auch andere Marken verwenden. Allerdings muss man von Fall zu Fall prüfen, ob ein Fernglas passt oder nicht, beziehungsweise welchen Adapterring man benötigt.

Man sollte auch bedenken, dass es m hellen Sonnenlicht nicht ganz einfach ist, das Motiv auf dem Displays des iPhones zu erkennen. Das fällt bei einer Kamera mit richtigem Sucher leichter.

Wenn aber jemand schon ein passendes Fernglas besitzt, kann er sein iPhone mit dem Adapter von Kowa ganz einfach zur Telekamera machen. Je besser das Fernglas, desto besser auch die Qualität der Fotos. Mit dem Kowa SV 10x32 kommt man wirklich ganz nah heran, wie man auf den Beispielfotos sieht. Alle sind übrigens ohne Stativ geschossen, der Himmel war bedeckt.

Das Kowa SV 10x32 kostet bei Amazon knapp 240 Euro, der Kowa SV 10x32 59 Euro.

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