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25.07.14

Kobo Aura im Test: Guter E-Reader für E-Books und Webinhalte

kobo Aura eReader (Bilder: Frank Müller)

Aura ist der jüngste E-Book-Reader des Herstellers Kobo. Wir haben ein paar Bücher und einige Internetseiten darauf gelesen und berichten über unsere Erfahrungen.

 

Im Sommer stellt man wieder einmal fest, dass sich Smartphones und Tablets bei aller Vielseitigkeit nicht zum Lesen im Freien eignen. In Innenräumen kann man auf diesen Geräten prima lesen, aber sobald es nach draußen geht, muss ein E-Reader her. Diese haben auch noch andere Vorteile: Die Akkulaufzeit ist unschlagbar, der Bildschirm ist größer als der eines Smartphones, das Gewicht geringer als das eines Tablets.

Bisher habe ich einen Kobo Mini benutzt, der mit 5 Zoll in jede Hemdtasche passt und mit einer Hand gut zu halten und zu bedienen ist. Der Kobo Aura ist mit einer Bildschirmdiagonale von 6 Zoll nur ein Stückchen größer, trotzdem ist der Unterschied zwischen den Geräten beträchtlich.

Beide passen in die Hosentasche einer herkömmlichen Jeans und beide lassen sich gut mit einer Hand halten, ohne das diese ermüdet. Der Kobo Aura wiegt 174 g bei einer Größe von 150 x 114 x 8,1 mm, lässt sich also sehr gut mit einer Hand halten. Ein normales Taschenbuch wiegt in der Regel mehr. (Die drei jedenfalls, die ich zur Stichprobe auf die Küchenwaage gelegt habe, hatten 230 g, 260 g und 380 g.)

Pocket-Integration: Der Kobo Aura als Reader für das Internet

Was den Kobo Aura von anderen E-Readern unterscheidet, ist die Kooperation zwischen Kobo und Pocket, dem laut eigener Aussage „weltweit führenden Save-For-Later Service“. Stößt man im Netz auf einen interessanten Beitrag, den man später in Ruhe lesen möchte, so genügt ein Klick, und der Artikel ist lesefreundlich aufbereitet im kostenlosen Pocket-Konto gespeichert. Das funktioniert nicht nur aus allen gängigen Browsern per Erweiterung oder Bookmarklet, sondern auch aus vielen News-Apps und Feedreadern auf allen möglichen mobilen Geräten.

Im Bild sieht man zum Beispiel den Island-Bericht meines Kollegen Jürgen Vielmeier, den ich per Klick in Pocket gespeichert und nach dem Synchronisieren auf dem Aura gelesen habe. Sogar die Bilder werden halbwegs vernünftig angezeigt, wenn natürlich auch in Schwarz/Weiß. Klickt man auf enthaltene URLs, öffnet sich die entsprechende Seite im Browser des Kobo Aura. Auch dafür gibt es ein Beispielbild (Happy Camper).

Bücher aus der Bibliothek leihen

Die Pocket-Integration ist ein wirklich nützliches und praktisches Feature, das Ausleihen von Büchern aus der Stadtbibliothek bzw. per Onleiheverbund dagegen scheint mir etwas mühsam und umständlich. Zunächst muss man die kostenlose DRM-Software Adobe Digital Edition (ADE) auf seinen Rechner laden, sich mit seiner Adobe ID anmelden und in der Software den an den Rechner angeschlossenen Kobo autorisieren.

Leiht man nun online ein Buch, erhält man eine Datei mit dem Namen URLlink.ascm. Öffnet man diese Datei in ADE, lädt man darüber das eigentliche E-Book, das per DRM geschützt und nur 14 Tage lesbar ist. Diese Datei kann man jetzt auf seinen Kobo ziehen.

Ein wenig umständlich also, aber der Komfort leidet ja eigentlich immer, wenn DRM im Spiel ist. Außerdem sind gerade Bestseller und aktuelle Titel häufig ausgeliehen, so dass man sich zwar vormerken lassen kann, sich aber auf eine ordentliche Wartezeit gefasst machen muss. Kaufen kann man Bücher dagegen auch online direkt über den Kobo Auro im Kobo Store.

Fazit: Perfekt für E-Books und Webinhalte via Pocket

Nach dem Kobo Mini ist der Kobo Aura der zweite E-Reader, den ich persönlich ausprobiert habe. Ich kann also noch nicht auf einen sehr reichhaltigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Aber nachdem ich jetzt einige Bücher darauf gelesen habe, kann ich festhalten, dass der Kobo Aura meine Lesegewohnheiten sehr schnell geändert hat. Er hat viele Vorteile gegenüber dem klassischen Buch, unter anderem den Zugriff auf via Pocket gespeicherte Webinhalte.

Die integrierte Beleuchtung lässt sich stufenlos an das Umgebungslicht anpassen, indem man mit zwei Fingern nach oben oder unten streicht. So ist der Bildschirm nie zu hell oder zu dunkel, die Anpassung dauert nur zwei Sekunden.

Der integrierte Speicher reicht für etliche Bücher, ich kann Lesezeichen setzen, mir Notizen zu Büchern machen und unbekannte Wörter im Wörterbuch nachschlagen - sehr praktisch auch für fremdsprachige Bücher. Die „Reading Life“-Abzeichen zur Lesemotivation brauche ich persönlich nicht, sie stören aber auch nicht weiter. Der Bildschirm ist angenehm abzulesen, es stehen 11 Schriftarten und 24 Schriftgrößen zur Verfügung, außerdem lassen sich Linienstärke und Schärfe noch einmal extra fein einstellen.

Der Kobo Aura kostet bei redcoon oder Media Markt rund 99 Euro. Bei Amazon zahlt man aktuell 9 Euro mehr.

Weitere Infos über den Kobo Aura und Bezugsquellen gibt es auf der Website von Kobo.

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