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13.04.12

Kickstarter Cordcruncher im Kurztest: Kopfhörer, fantastisch elastisch

CordCruncher Kopfhörer (Bilder: frm)

Vor Kurzem haben wir über das Kickstarter-Projekt "Cordcruncher" berichtet: Kopfhörer, die sich nicht in der Tasche in ein Kabelknäuel verwandeln. Jetzt brachte uns der Kurier ein Vorabmodell für einen Kurztest.

Gerade bei den Alltagskopfhörern, die man eben mal schnell in die Tasche stopft, nervt es ungeheuer, dass man sie jedes Mal entwirren muss, wenn man sie wieder hervorzieht. Das Kickstarter-Projekt Cordcruncher verspricht, das zu ändern. Aber es ist eine Sache, darüber zu lesen, und eine andere, Cordcruncher tatsächlich auszuprobieren. Deshalb folgt hier dieser Kurztest.

Idee und grundlegende Mechanik sind so einfach wie genial: Das dünne Kopfhörerkabel, das sich so gerne verheddert, wird bei Cordcruncher von einer sehr elastischen Gummihülle gebändigt. Das eine Ende ist am Stecker befestigt, das andere ist frei beweglich.

Die kurze Gummihülle lässt sich über die gesamte Länge der Kabel ausdehnen und fängt sie beim Zusammenziehen wieder ein. Das ist das ideale Spielzeug für Musikliebhaber, die ihre Hände nicht stillhalten können. Der folgende Clip zeigt die Cordcruncher und ihren Mechanismus aus der Nähe.

Musik: Juanitos: Hola Hola Bossa Nova

Eben noch Kopfhörer, jetzt schon ein Armband

Das Einfangen der Kabel funktioniert wirklich gut und macht Spaß. Man muss nur darauf achten, die Cordcruncher an den Griffstücken am Ende der Gummihülle zu halten, dann gleiten die Kabel flüssig aus der Hülle und wieder hinein.

Obwohl sie so dünn sind, machen die Kabel nicht den Eindruck, als würden sie schnell kaputtgehen, aber die Haltbarkeit lässt sich in so einem kurzen Test auf die Schnelle natürlich nicht überprüfen.

Wer den Klinkenstecker in das Ende mit den Kopfhörerkabeln steckt, kann die Cordcruncher auch um den Hals oder als Armband tragen. Nicht nur aus Gründen der Ästhetik ist das aber wohl eher etwas für Teenager. Bei mir sitzen die zusammengeschnurrten Cordcruncher mit rund 40 cm Länge etwas zu eng um den Hals.

Kindertaugliches System (in Maßen)

Ausgezogen haben die Kopfhörerkabel die übliche Länge von rund 120 cm. Diese Spannweite müssen die Arme also ungefähr haben, um die Cordcruncher ganz in die Hülle ziehen zu können. Meine elfjährige Tochter hatte damit keine Probleme, aber bei kleinen Kindern fehlen eventuell ein paar Zentimeter. Ich habe nur leider gerade keine zur Hand, um das auszuprobieren. ;-)

Klangwunder darf man sicher nicht erwarten, aber für den Preis klingen die Cordcruncher ziemlich gut, etwas leiser zwar als die beyerdynamic MMX 41 iE, mit denen ich sie verglichen habe, aber für den Alltag völlig okay.

Preis, Verfügbarkeit und Fazit

Wer sich selbst ein Paar Cordcrunchern sichern möchte, kann das Kickstarter-Projekt noch in den nächsten Tagen mit 20 US-Dollar (rund 15 Euro) unterstützen, plus 5 US-Dollar (3 Euro) für den internationalen Versand. Wer gleich mehrere Exemplare kauft, bekommt auf diesen günstigen Preis sogar noch einen Rabatt: Für 50 US-Dollar (38 Euro) gibt es beispielsweise drei Stück. Die Cordcruncher sind in den Farben Blau, Weiß und Rot erhältlich und werden im Mai an die Käufer verschickt.

Mein Fazit: Für das kleine Geld bekommt man ungewöhnliche Alltagskopfhörer, die man mit Sicherheit nicht enttoddern muss, wenn man sie aus der Tasche zieht. Nicht zuletzt befriedigen sie auch noch den Spieltrieb. Der muskelaufbauende Effekt beim Langziehen der elastischen Hülle ist allerdings zu vernachlässigen und mit einem Body-Tube nicht zu vergleichen. ;-)

Mehr Infos gibt es auf Kickstarter und auf der Seite von Cordcruncher – nicht erschrecken, dort startet beim Aufrufen gleich ein Film.

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