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12.01.14

Keecker: Endlich! Der bessere R2D2 für die Wohnung

Stylisch und mit vielen Möglichkeiten versehen. (Foto: Keecker)

Pierre Lebeau frustrierte es sehr, in einem Haushalt zu leben, in dem alles verkabelt sein musste und Geräte nicht miteinander kompatibel waren. Vielleicht musste dieses „Drama“ sein, denn sonst wäre Keecker wohl nie entstanden. Die Idee des unterhaltsamen Haushaltsroboters ist schräg und genial zugleich.

Stylisch und mit vielen Möglichkeiten versehen. (Foto: Keecker)

Keecker ist ausnahmsweise kein Roboter, der zum Putzen des Fußbodens gedacht ist. Stattdessen befinden sich auf der Unterseite Ketten, mit denen sich die 15 Kilogramm schwere Maschine durch die Wohnung bewegt. Neben einem Akku, der mehrere Tage halten soll, steckt vor allem ein lichtstarker Projektor in dem Gehäuse. Dieser projiziert an beliebigen Orten (bewegte) Bilder an die Wände - bis zu rund 42 Zoll Größe und in einem flexiblen Winkel von bis zu 90 Grad dank der beweglichen Linse. Doch das alleine dürfte den anvisierten Preis von 4-5.000 US-Dollar nicht rechtfertigen. Was also dann?

 

Technikmonster

Was alles in Keecker verbaut wurde, wollen die Verantwortlichen noch nicht einmal auf der offiziellen Webseite genauestens erklären. Doch in Anbetracht der beworbenen Talente dürften wohl etliche Sensoren vorhanden sein. Unter anderem misst er die Temperatur und sogar den Sauerstoffanteil, er nimmt Videos sowie Fotos dank der integrierten 360-Grad-Kamera auf. Er dient als Babycam oder eignet sich als Beamer für Kino- und Spieleabende.

Dank Remote-Funktion durch die Anbindung ans heimische WLAN-Netz mimt Keecker den „Wachmann“ in der Wohnung - wenn man gerade im Urlaub ist zum Beispiel. Oder wie wäre es mit einer sich im Raum bewegenden Boombox? Und wer möchte, stellt Inhalte vom Smartphone oder Tablet groß dar - dank Airplay- und/oder Miracast-Anbindung. Letztgenanntes ist jedoch etwas, was nur der schick inszenierte Werbetrailer besonders hervorhebt:

www.youtube.com/watch

Was steckt drin?

Bei Keecker bleiben aktuell noch etliche Fragen offen, obwohl der attraktive Roboter bereits im 4. Quartal 2014 erscheinen soll. Wie fährt die bessere R2D2-Alternative über Teppiche? Stellen sich ändernde Untergründe ein Problem dar? Und welche Hardware wird verbaut? Da man Android-Apps direkt installieren darf, kann man wohl von entsprechenden Komponenten aus Smartphones bzw. Tablets ausgehen. Geplant ist auch eine Festplatte mit 1TB - zum Sichern von Medien-Inhalten oder Abspielen dieser. Eine Verbindung zu Keecker erfolgt über iOS- bzw. Android-Geräte sowie über einen beliebigen Webbrowser. Bequem soll man Keecker dann programmieren können, ihm Anweisungen geben oder gesammelte Daten abrufen. So jedenfalls die Theorie.

In anderen Bereichen sind sich die Schöpfer des Bots schon sicher. Die Leuchte des Beamers soll 20.000 Stunden halten, das wuchtige Gadget ist nicht wasserfest und somit nur beschränkt für Outdoor-Einsätze geeignet. Zum Release sind mehrere Farbvarianten und gegenüber dem aktuellen Prototypen von der CES 2014 noch etliche Verbesserungen vorgesehen. Eine Schnittstelle für interessierte App-Entwickler ist außerdem geplant.

Keecker soll ein Entertainment-Freund für die gesamte Familie sein. Für die wohlhabende, denn der  angepeilte Preis dürfte wohl nicht jeden ansprechen. Trotzdem: Irgendwie faszinierend, was der Kerl so leisten kann. Weitere Einzelheiten gibt’s auf der Hersteller-Webseite.

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