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29.01.14

Mobiler Hotspot "Karma": Datenvolumen geschenkt, wenn andere mitsurfen dürfen

Karma, mobiler Hotspot, der Bandbreite mit anderen teilt. Alle Bilder: Karma

Karma hat einen mobilen Hotspot mit einer Freundschaftsgeste versehen: Will sich jemand anderes einloggen, erhalten beide Beteiligten 100 MB Datenvolumen geschenkt.

 

Ja, hier bei neuerdings.com schreiben wir über neue Hardware und kuriose Gadgets. Aber seien wir ehrlich: Selbst mit dem besten Fitness-Tracker, Pflanzensensor oder Smartphone bleiben wir meist alleine. Alle Connected Devices mögen schlau sein, besonders sozial sind sie nicht. Spannend wäre es doch zum Beispiel zu sehen, ob mein Nachbar mehr Schritte geht, was ja viele Fitness-Tracker derzeit messen.

Deswegen gefällt mir die Idee hinter Karma, über die ich kürzlich gestolpert bin. Karma ist auf den ersten Blick nichts anderes als ein mobiler Hotspot, der eine 3G- oder 4G-Verbindung mit bis zu acht Geräten teilen kann. Doch Karma hat eine spannende Zusatzfunktion: Man kann seine Bandbreite mit anderen teilen und erhält dann Datenvolumen geschenkt.

Das Prinzip hinter Karma ist einfach: Per Standardeinstellung ist der Hotspot für alle zugänglich und wird für andere als offenes WLAN angezeigt. Wer die Verbindung nutzen will, wird zu Karma weitergeleitet und erhält dort 100 MB Datenvolumen geschenkt. Das gilt allerdings nicht nur für denjenigen, der sich einloggt, sondern auch für den, der die Bandbreite zur Verfügung stellt. Beide erhalten 100 MB extra, alle Seiten gewinnen. Karma eben.

Mehr davon, wenn alle etwas davon haben

Der Hotspot ist in den USA vertragsfrei ab knapp 80 Dollar (umgerechnet 60 Euro) erhältlich. Man zahlt dann 14 US-Dollar (10 Euro) für 1 GB oder kann auf der Karma-Website Datenpakete mit größeren Volumen erwerben. Mobilfunkpartner des New Yorker Unternehmens ist Clearwire. In Deutschland ist das Produkt leider noch nicht erhältlich.

Das ist schade, aber manchmal ist eine Idee ja interessanter als das Gerät selbst. Und so kann Karma eine Inspiration für andere sein: Wer kluge Hardware bauen will, muss auch auf Software, eine soziale Komponente oder gar einen spielerischen Ansatz achten.

In Deutschland kooperiert die Telekom seit dem vergangenen Jahr mit Fon und nennt es "WLAN to Go", wenn man die WLANs anderer Kunden als Hotspot benutzen kann. Das gilt allerdings nur für Telekom-Kunden. Der Münchner Steffen Siewert wiederum will mit seiner Hotspot-Lampe Airfy nun eine ganz ähnliche Lösung anbieten. Für mobile Hotspots aber wäre mir zu diesem Zeitpunkt noch kein ähnliches Angebot bekannt. Karma und seine soziale Ader hätten auch hier Potenzial.

Weitere Informationen zu Karma gibt es auf der offiziellen Website.

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