04.06.10

Kakai The Kno: Doppelpack-Tablet

Kakai The Kno - Per Stifteingabe wie ein Tablet bedienbar (Bild: Kakai)

Das Tablet "The Kno" von Kakai soll das digitale Farbbuch der Zukunft für Studenten werden.

Der Hersteller Kakai stammt nicht etwa aus dem Kakophonen Teil Amerikas, sondern aus Silicon Valley. Auf der D8 Technologie Konferenz stellte die Firma The Kno als Abkürzung von "Knowledge" vor. Es soll Laptop und Bücher gleichermaßen ersetzen und, wie Gründer Osman Rashid betont, dem Wunsch des Studenten "die analoge Erfahrung (des Bücherlesens) in ein digitales Format" überführen. So protzt The Kno mit zwei klapbaren 14 Zoll Displays für Bücher, Bilder und Videos.Als Grundgerüst dient die Nvidia Tegra Plattform, die durch ein speziell angepasstes Linux ihre Leistung entfaltet - seit dem iPad darf hier natürlich nicht der obligatorische Hinweis fehlen: Flash wird vollständig unterstützt, und auch ein Lagesensor ist verbaut. Weitere technische Details wurden noch nicht bekanntgegeben, Miguel Helft weist jedoch daraufhin, dass der Prototyp recht träge reagierte, sehr sperrig und schwer zu halten war - bei einem Prototyp mit 2,5 kg Kampfgewicht nichts außergewöhnliches.

Kakai steht bereits mit den großen Wissenschaftsverlagen aus den USA in Verhandlung, Pearson, McGraw Hill Education oder Wiley sollten auch hierzulande ein Begriff sein, zumindest den Studenten. Denn viele Hochschulen bieten ihren Studierenden kostenlos neben der ausleihbaren Druckversion auch eine unbegrenzt nutzbare eBook-Version zum Download an. Das Tablet Kno soll also die 9 Kilo schweren Rucksäcke der Studenten, gefüllt mit Laptop und Büchern, erleichtern und Platz schaffen. Um die Zielgruppe genügend zu unterhalten, sind digitaler Kalender, Notizblock, Videoplayer und ein aktueller Webbrowser mit von der Partie. Beispielsweise könnte damit in einer Abhandlung über Lebewesen gleich noch ein Video verlinkt sein, ein Beispiel sieht man im angefügten Video.

Das alles hat seinen Preis, der auch noch nicht feststeht, aber "weniger als 1000 USD" betragen wird. Marc Andreessen, der Mitbegründer des 2003 aufgelösten Unternehmens Netscape, sitzt im Aufsichtsrat und zeigt sich zuversichtlich: Das Kno "ist nicht schwerer oder unhandlicher als ein Buch. Und über die Zeit werden alle Komponenten leichter werden."

Rashid outet sich als Unwissend, wenn er behauptet, die Studenten würden hauptsächlich schwere 15 oder 17 Zoll Laptops mit in die Uni schleppen und hätten einen bis oben angefüllten Rucksack. Die Wahrheit ist: bei einem schnellen Blick auf den Campus sieht man den Durchschnittsstudenten, der entweder ohne technische Hilfsmittel auskommt (mal abgesehen vom Taschenrechner) oder billige und ausdauernde Netbooks auf den Tischen.

Dazu gesellen sich noch ganz andere Probleme: Man kann nicht mal eben sein Buch einem Kommilitonen ausleihen oder weiterverkaufen, muss befürchten, dass der Akku versagt, sich mit komplizierter Technik herumschlagen, das Display reinigen...

Die Idee ist im Grunde genommen super, denn zwei Bildschirme sind besser als einer, und zwei aufklappbare Touchscreens machen schon etwas her, die Zielgruppe ist aber eine andere. Man darf gespannt sein, wer den Kampf zwischen 1 Dollar für zwei Seiten Papier & Bleistift und 1000 Dollar für zwei Displays für sich entscheidet.

Via New York Times.

Die Kno Website .

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Kno Movie from Kno, Inc. on Vimeo.

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