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20.09.08

Joost Browser-Plugin: Speichermonster mit klasse Bildqualität

Joost Browser-Plugin: Nahtlos Onlinefernsehen?

Joost TV gibt es nun auch als Plugin für den Webbrowser. Hält es das, was es verspricht?

Vor nicht allzu langer Zeit hat die Online-TV Plattform Joost ein Plugin für Webbrowser veröffentlicht, damit man die Videos von Joost auch ohne einen eigenständigen Player starten kann. Wir haben einen kleinen Test durchgeführt. Die Ergebnisse gibt es nach dem Klick.

 

Joost nutzt Peer-to-Peer Technologie, anstatt zentrale Videoserver, um die Videos zu senden. Daher war es bisher notwendig, extra einen eigenen Joost-Client zu installieren. Das ändert sich im Prinzip auch nicht durch das Browser-Plugin. Jedoch kann man das Programm von Joost nun auch nahtlos in das Surfvergnügen integrieren.

Um das Plugin zu installieren, benötigt man zunächst einen Account für den freien Videoservice Joost. Dieses war aber schon vorher der Fall: ohne Account kein Programm. Nachdem man also die etwa 7,5 Megabyte für das Plugin runtergeladen hat, benötigt es einige Minuten, um das Plugin zu installieren (Screenshot). Nachdem das Plugin installiert worden ist, kann man direkt in das mehr oder weniger reichhaltige Angebot von Joost springen. Getestet wurde übrigens auf einem relativ herkömmlichen Laptop mit 1,4 Gigahertz und 512 Megabyte RAM und Windows XP.

Dabei fallen vor allem zwei Sachen auf: Zunächst ist die exzellente Bildqualität zu erwähnen. Zum anderen aber auch die sehr intensive Speichernutzung von dem Videoservice. Nachdem das erste Video zum Anschauen gewählt wurde, hat sich der Speicherverbrauch des Browsers um etwas über 100 Megabyte erhöht. Da mein Computer nicht der Allerneueste ist und auch nicht über elegante Gigabytes, Grafik- und Hauptspeicher verfügt, wurde die Arbeit mit Rechner und Browser etwas ruckelig. Es ging kaum noch etwas, da die Speicherressourcen fast komplett ausgeschöpft waren. Gestestet wurde auf dem Mozilla Firefox 3.0.1. Doch es gibt ja auch noch den Opera.

Doch auch beim Opera hat das Joost-Plugin eine enorme Dynamik an den Tag gelegt. Im Gegensatz zum Firefox hat nicht nur die Speichernutzung extrem zugelegt, sondern auch die Prozessorleistung ging unter Volldampf. Als die magische Marke von 110 Megabyte zusätzlicher Speichernutzung vom Opera überschritten war, habe ich den Test kurzerhand abgebrochen.

Es bleibt also festzuhalten, dass das Joost-Browserplugin schon eine sehr eloquente, schnelle und ausreichend ausstaffierte Hardware verlangt, um wirklich Spaß zu machen. Auch das Deinstallieren wird einem nicht so einfach gemacht, wie bei einem Firefox Add-On: Man kann es nur im Softwaremanager vom Systemmenü deinstallieren. Der Einsatz von dem Plugin kann aus den genannten Gründen (Account benötigt, massive Speichernutzung, Schwierigkeiten bei Deinstallation) nur bedingt zu empfohlen werden. Denn was nützt das schönste Plugin, wenn der Browser dann soviel Speicher verschlingt, dass man effektiv kaum noch andere Software nutzen kann. Da kann man sich direkt in den Standalone-Player zurückziehen um das seltsam randständige Programm von Joost genießen.

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