14.06.10

Jaybird Sportsband im Test (2/2): Für Sport und Spiel

Jaybird Sportsband: Wo ist das Mikrofon?

Das Jaybird Sportsband Bluetooth-Headset ist der ideale Begleiter für sporttreibende Musikfreunde. Nebenbei kann man damit auch telefonieren.

Nachdem wir das Bluetooth-Headset "Sportsband" von Jaybird einem Härte- oder besser Nässetest unterzogen haben, wollen wir doch auch noch auf die eigentliche Funktion zu reden kommen:

Das Headset dient nicht nur als Stereo-Kopfhörer, der via Bluetooth mit Handy oder PC verbunden wird, sondern natürlich auch als Freisprecheinrichtung für Telefonate.

Nach dem ersten Testhören war ich ziemlich begeistert:

Die kleinen Lautsprecher haben ordentlich Wumms und sorgen mit einer massiv Basslastigen Klangsteuerung dafür, dass man beim Laufen beispielsweise nicht nur ein Gezwitscher, sondern die motivierenden Rhythmen hört.

Damit ist klar, dass das Sportsband nicht nur vom Design und der Trageform auf Sportler ausgerichtet ist, sondern eben auch akkustisch - und darauf weist Jaybird auf der Website denn auch als erstes hin - um gleich darauf die Aufforderung nachzuliefern, man möge mit dem Sportsband ruhig im Regen Joggen. Übrigens gewährt Jaybird eine lebenslange Garantie auf regenschäden. Ob damit unsere Spülung unter fliessendem Wasser (siehe Video im ersten Testbericht) eingeschlossen ist, sei mal dahingestellt. Die Membranen der Kopfhörer scheinen jedenfalls wasserdicht.

Auch Klang ist eine individuelle Angelegenheit. Ich bin als Bassliebhaber bekannt, und es mag nicht jedermanns Geschmack sein, was das Sportsband abliefert. Mir macht das Schwergewicht auf den tiefen Frequenzen allerdings auch beim Filmegucken Spass, wenn ich in meiner winzigen Karton-Wohnung in San Francisco mal frühmorgens ein Actionflick via Netflix streame und dabei aufdrehen möchte, ohne die Nachbarn ringsum aus dem Bett fallen zu lassen.

Weniger schmuck ist der sonore Bass bei Telefonaten, aber glücklicherweise ist ja auch der Frequenzgang bei Telefongesprächen, die über ein anderes Bluetooth-Protokoll laufen, nicht so gross. Ausserdem liefert auch das Sportsband den Telefonton über beide Kopfhörer aus, was die Verständlichkeit enorm erhöht.

In der Gegenrichtung hingegen sollte man sich nicht darauf verlassen, dass einen jemand am andern Ende versteht, wenn man beispielsweise während des Joggens ein Gespräch annimmt: Das Mikrofon sitzt beim Sportsband unten am rechten Kopfhörer und ist nicht mehr als ein kleines Loch, an dem der Wind vorbeipfeift und das noch nicht einmal in Richtung des Mundes des Sprechenden zeigt.

Das reicht für ein Gespräch im Stand und bei relativer Windstille, wenn ausserdem nicht auch noch Autos um einen herumbrausen. Aber im Verkehrslärm der Innenstadt wirds schnell schwierig, habe ich festgestellt - ganz anders als beispielsweise das Plantronics Voyager Pro mit Lärmunterdrückung.

Im Auto verbietet sich der Gebrauch des Sportsbands eigentlich sowieso, je nach Land verbietet ihn auch die Polizei.

Die Bedienung des Headsets ist dabei eigentlich nicht zuletzt dank der verhältnismässig grossen Fläche der Ohrteile sehr angenehm. Auf der rechten seite sitzen nur gerade fünf Knöpfe, oben die beiden für Vor- und Rücksprung, in der Mitte der Hauptschalter für ein- und Ausschaltung, Gesprächsannahme und -beenden und darunter die beiden Lautstärkeknöpfe.

Was mich nach der Nutzung des luxuriösen Plantronic Backbeat etwas verwirrte, sind die Signaltöne, die alle auf einem einzigen Klang beruhen und sich nur durch eine Folge von Piepsen und zwei Tonhöhen unterscheiden - dabei festzustellen, was man jetzt grade gedrückt hat, ist nicht immer ganz einleuchtend.

Erstaunt hat mich die Akku-Lebensdauer: Während mein Nexus One wegen des Bluetooth-Betriebs schon schlapp macht, läuft das Sportsband im Musik-Dauerbetrieb noch stundenlang weiter. Tatsächlich habe ich das Headset in zwei Wochen nicht einmal dazu gekriegt, mir mitzuteilen, dass ihm der Saft ausgehe - ich weiss deshalb auch nicht, wie es das tut.

Der Ladevorgang am 5Volt-USB-Kabel, das, wie wir im ersten Teil bereits berichtet haben, ohne Netzteil und nur für den Einsatz am PC mitgeliefert wird, dauert eine knappe Stunde, dann erlischt das rote LED.

Ein Bluetooth-Headset für sportliche Kommunikatoren

Das Jaybird Sportsband ist das, was der Name sagt: Ein Bluetooth-Headset, das vor allem für die Musikberieselung während des Sports ausgelegt ist, wobei man dabei auch noch ein Telefongespräch annehmen kann.

Sein Einsatz ist aber dank kräftiger Bässe auch in den eigenen vier Wänden für Musik und privates Filmgucken sehr angenehm, und in dieser geräuscharmen Umgebung ist auch ein längeres Telefonat problemlos möglich. Kleine Nachteile sind bei einem solch spezialisierten gerät, das seinen Zweck so gut erfüllt, in kauf zu nehmen. Sie bestehen beim Sportsband im veralteten Stromanschluss und in der Spannkraft des Bügels, der zumindest nach sehr langem Tragen - fünf Stunden bei mir - leicht anfängt zu drücken.

Aber wer joggt denn schon fünf Stunden...

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