06.05.13

Jamstik: Weck den Jimi Hendrix in dir!

Jamstik in Aktion

Wäre es nicht toll, eine so kompakte E-Gitarre zu haben, dass man sie praktisch immer mitnehmen kann? Und wäre es nicht zugleich großartig, auf lockere Art und Weise das Spielen darauf zu lernen? Genau das will das Indiegogo-Projkt "Jamstik" leisten. Prototypen von Hard- und Software sind bereits fertig.

Jamstik in Aktion

Gitarre spielen zu lernen, sei frustrierend, weil man am Anfang oftmals nur Akkorde übe, anstatt Musik zu machen – so schreiben es die Macher des Jamstik auf ihrer Indiegogo-Seit. Und vor allem könne ein Musiklehrer in der Regel erst dann sagen, dass man sich verspielt hat, wenn es bereits passiert ist... Der Jamstik soll das alles besser machen. Er ist eine auf Mini-Format geschrumpfte E-Gitarre, die eine ganze Menge Tricks drauf hat, die den Spaß am E-Gitarre-Lernen zurückbringen soll und sich dabei trotzdem wie ein ausgewachsenes Exemplar spielen lassen soll.

Bevor jetzt aber alle schon aufhören zu lesen und sofort rüber zu Indiegogo hechten: Es gibt zwei wesentliche Einschränkungen. Die erste ist: Jamstik arbeitet in der ersten Version nur mit iOS-Geräten zusammen. Android haben die Macher zwar auf dem Zettel, aber iOS ist bislang noch immer besser auf die Ansprüche von Musikern eingestellt, weshalb es hier auch zahlreiche passende Apps gibt. An dieser Stelle ist Google gefragt, das alternative Mobil-Betriebssystem entsprechend zu verbessern. Die zweite Einschränkung ist: Jamstik kommt zunächst nur für US-Kunden auf den Markt. Wer im Ausland von dem Projekt begeistert ist, kann es aber unterstützen und bekommt die Summe dann beim späteren Kauf wieder gutgeschrieben. Mehr dazu am Schluss.

Nachdem wir das geklärt haben, kommen wir doch mal zum eigentlichen Gerät zurück. Die Macher betonen, dass der Jamstick echte Saiten benutze und darauf echte Griffe möglich seien. Ein Profi könne darauf wie gewohnt spielen – abgesehen davon, dass der Jamstik natürlich sehr viel kleiner ist. Dafür passt er mit knapp 38 cm Länge locker in jeden Rucksack.

Der Jamstik verbindet sich mit einer Midi-App auf iPad, iPhone oder iPod touch. Das kann beispielsweise Apples Garageband sein, aber es gibt viele weitere Beispiele. Zudem arbeitet das Jamstick-Team an eigenen Apps, die eine weitere Besonderheit ihres Gadgets nutzen: Der Jamstik weiß, wo sich die Finger des Nutzers befinden. Darauf kann die App entsprechend reagieren.

Der Jamstik erkennt, wo sich die Finger befinden und die dazugehörige App kann entsprechend reagieren.

Lernen ohne Frust

Alles in allem haben sich die Macher auf die Fahne geschrieben, möglichst vielen Menschen den Spaß an der E-Gitarre zu vermitteln. Sie sollen das Spielen ohne Frust lernen und vor allem so ziemlich überall umsetzen können. Sie versprechen, dass der Jamstik selbst so leise ist, dass man niemanden im Umfeld stört.

Aktuell gibt es funktionierende Prototypen, die man in der Bildergalerie oben und dem Video unten sieht. Aber bis hin zur Massenproduktion ist es noch ein Stück Weg. Und dafür sucht das Team nun nach Unterstützern auf Indiegogo. US-Kunden können hier umgerechnet 168 Euro vorschießen, um sich ein Gerät zu sichern. Später soll es rund 229 Euro kosten. Im Dezember 2013 werden die Jamstiks dann laut Zeitplan ausgeliefert.

Andere Plattformen wie Android und Windows sowie internationale Bestellmöglichkeiten sollen dann 2014 folgen. Wer will, kann dem Projekt jetzt schon umgerechnet rund 20 oder 40 Euro geben und erhält dafür einen entsprechenden Coupon für den späteren Kauf sowie ein T-Shirt und andere kleine Dankeschöns.

Weitere Informationen hier auf Indiegogo.

Jamstik im Video

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