24.01.11

Jabra EasyGo im Test: Bequemer Bluetooth-Stengel

Jabra Easygo

Das Jabra Easygo macht seinem Namen alle Ehre und überzeugt mit viel Leistung bei kleinem Preis.

 

Irgendwann gibt auch das beste Headset seinen Geist auf und die mühsame Suche nach einem Ersatz beginnt. Mühsam alleine schon deshalb, weil ich als Gadgetfreak keine Technik aus dem letzten Jahrhundert kaufen, gleichzeitig für eine Freisprecheinrichtung aber auch keine 100 Euro ausgeben will. Glücklicherweise bietet die reichhaltige Auswahl für jeden Geldbeutel und Geschmack das passende, in meinem Fall wurde es ein Jabra Easy Go mit vielversprechender Werbung - ob das Produkt auch hält was es verspricht?

Angefasst:

Eingepackt macht die edle Lack-Beschichtung auf der Vorderseite viel her, zweimal angefasst fragt man sich dann, wieso die Hersteller nicht kapieren, dass Lack und Fingerabdrücke nicht zusammenpassen. Dieses Problem löst man später mit feinem Schmirgelpapier (1000er Körnung) und einem beherzten, geradlinigen Wisch. Immerhin ist der restliche Korpus angerauht und verzeiht auch so manche ungeschickte Handhabe.

Die Rückseite zieren zwei Status-LEDs für Batterie und Bluetooth-Verbindung, sowie ein mechanischer Einschalter. Dabei erzählt mir eine Frauenstimme, wenn ich «Connected» bin oder wann ich den Akku wieder aufladen muss. Auf der Seite erkennt man noch den obligatorischen Lautstärkeregler.

Technik:

Das Jabra Easygo besticht jedoch nicht nur durch sein Äußeres, sondern vielmehr durch die inneren Werte: Ein Digitaler Sound Processor (DSP) soll die Verständlichkeit erhöhen - damit ist er so unterfordert, dass er auch gleichzeitig «die Lautstärke anpasst». Das suggeriert, es gäbe eine Normalisierungsfunktion, doch tatsächlich bewirbt Jabra damit eine Anhebung der Lautstärke bei unruhigen Umgebungen. Bei Lärm schraubt das Easygo mit kurzer Verzögerung die Lautstärke hoch, was zu einer gleichbleibenden Verständlichkeit des Gesprächspartner führt. In der Praxis funktionierte das sehr gut, die Sprache war zu jedem Zeitpunkt klar und verständlich und half, lästiges Nachfragen oder das ständige Nachregulieren zu vermeiden.

Kaufargument:

Das entscheidende Kaufargument war jedoch die Multipoint-Unterstützung für zwei Geräte gleichzeitig, bei einem moderaten Preis von 35 Euro UVP. So kann ich zuhause den PC für VoIP nutzen, unterwegs das Headset mit dem Laptop verbinden, während das Handy gleichzeitig eine ständige Verbindung hält, ohne jeweils neu zu koppeln. Während eines Gespräches kann jedoch nicht umgeschaltet werden, erhalte ich einen Telefonanruf, wird erst nach VoIP-Beendigung die andere Verbindung aktiviert, das geschieht nahtlos und ohne Probleme.

Akkulaufzeit:

Die Akkulaufzeit wird mit sechs Stunden für Gespräche oder acht Tagen im Standby angegeben. Da ich aber weder eine Quasselstrippe bin, noch acht Tage lang gar nicht telefoniere, habe ich das nicht nachgeprüft. In der Praxis komme ich bei moderatem Gebrauch mit einer Ladung durch die Arbeitswoche.

Durchdacht:

Im Lieferumfang befinden sich zwei verschieden große Ohrbügel - ohne läßt es sich auch bequem tragen -, drei unterschiedliche Ohrmuscheln und ein Ladegerät, dessen Kabellänge um die 20 cm liegt. Das kann man getrost zu Hause lassen, wenn das Smartphone über microUSB angeschlossen wird: Die Ladebuchse ist die gleiche.

Schwächen:

Der Hauptschalter zur Rufannahme ist optisch nett am oberen Ende als Verlängerung der Front gearbeitet, doch dadurch drückt man sich das Headset immer wieder ins Ohr, wenn man Befehle ausführt, während man das laute Knacken des Druckpunktes im Ohr hat. Die angesprochene Lackfront macht die Sache nicht gerade besser. Die minimale Lautstärke ist mir zu laut, doch das teilen sich alle bisher von mir getesteten Headsets wie sie Plantronics, Nokia oder Sony Ericsson bieten. Eine Plastikabdeckung für den Ladeanschluss wäre auch nicht verkehrt gewesen.

Meinung:

In dieser Preisklasse überzeugt das Jabra Easygo auf voller Linie. Die Verständlichkeit ist ausgezeichnet, die Verbindung stabil dank BT 2.1 EDR und eSCO. Alle nötigen Informationen werden vermittelt und durch den USB-Standard kann das Ladegerät getrost zu Hause bleiben. Es ist deshalb eine klare Kaufempfehlung.

Der Strassenpreis des Jabra Easy Go liegt um die 25 Euro.

Bei sehr empfindlichen Ohren lohnt sich auch ein Blick auf ein Over-The-Ear Headset, zum Beispiel dem Jabra Easy Go.

Die Produktseite ist bei Jabra zu sehen.

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