31.01.08

IRT Freimann: Test Mobile WiMAX

Funkturm IRT München Freimann (c) W.D.Roth

Gibt es demnächst auch DSL für die Fahrt zum Bäcker? In München-Freimann wird seit Dezember 2007 "Mobile WiMAX" getestet.


Der institutseigene Funkturm auf dem Gelände des IRT in München-Freimann (Bild: W.D.Roth)

Neben WLAN für Kurzstrecken innerhalb von Gebäuden oder Richtfunk zwischen nahestehenden Gebäuden und GSM/GPRS/UMTS für großflächige Versorgung auch auf langen Strecken und bei höheren Geschwindigkeiten gibt es auch noch WiMAX als Ersatz für die "letzte" Meile, die DSL-Anschlußleitung.

 

Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München-Freimann, die technische Forschungsabteilung von ARD, ZDF, SRG/SSR und ORF, testet nun den Standard den Standard IEEE 802.16e-2005, eben WiMAX, im Münchner Norden, über die Abstrahlung vom 100 Meter hohen institutseigenen Funkturm, von dem auch DAB- und DVB-T-Versuchssendungen abgestrahlt werden. Es ist sogar mobiler Empfang möglich.

Allerdings wollen die öffentlich-rechtlichen Sender wohl eher nicht zum Internetprovider avancieren, auch wenn man das nie so genau weiß. Bei den gegenwärtigen Tests geht es um die funktechnische Verträglichkeit mit Rundfunk - und um die Tauglichkeit für Internetstreaming von Radio- und TV-Sendungen, auch bei der Aufnahme und Produktion: "VJs" sollen mit mobilen Kameras ihre Signale über WiMAX direkt ins TV-Studio senden können.

Zusammen mit Alcatel-Lucent hat das IRT so das erste rein

optisch angebundene Mobile-WiMAX-Netz in Deutschland in Betrieb genommen, wozu die Bundesnetzagentur zwei Frequenzen im 2,5- bzw. 2,6 GHz-Band zur Verfügung gestellt hat. Die nutzbare Bandbreite ist auf 5 MHz, 8,75 MHz oder 10 MHz einstellbar und erlaubt zunächst eine Datenrate von bis zu 6 MBit/s.

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