28.10.06

iPod nano 8GB im Test - Teil 2: erste Schritte

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Im zweiten Teil unseres Tests betrachten wir den Transfer von Musikfiles auf den iPod und schauen uns die Bedienung etwas genauer an.

Link zu Teil 1 des Tests.

Nachdem wir uns im ersten Teil die technischen Daten des neuen iPod nanos etwas genauer angeschaut haben, widmen wir uns heute den ersten Schritten, sprich dem Transfer von Musikfiles sowie der Bedienungs-freundlichkeit des kleinen Musikplayers. In Sachen Menuführung und Bedienung hat sich zu den Vorgängern nicht viel geändert - wer aber noch nie einen iPod benutzt hat, dürfte die folgenden Zeilen sicherlich interessant finden.

Will man Files auf den iPod übertragen (und wer will das schon nicht?), benötigt man wie gehabt iTunes. Im konkreten Fall iPod nano der 2. Generation muss man mindestens die Version 7.0 auf dem Rechner installiert haben. Wenn man den neuen iPod zum ersten Mal mit dem Rechner verbindet (via USB-Kabel), kann man dem Gerät einen Namen geben und die Synchronisierungsoptionen festlegen. Der iPod wird dann initialisiert und iTunes beginnt daraufhin mit dem Datentransfer. Dadurch dass die Kopfhörerbuchse nun neben dem Dock-Anschluss angebracht ist, kann es etwas knifflig werden, das USB-Kabel ein- und auszustecken während die Kopfhörer eingesteckt sind.

 

Gedenkt man die 8GB voll auszunützen, dauert der Transfer circa eine gute halbe Stunde. Sobald die Übertragung abgeschlossen ist, trennt sich der iPod automatisch von iTunes und lädt sich bloss noch auf. Man muss also nicht mehr wie bei früheren Versionen den iPod manuell ausklinken bevor man das Kabel herauszieht. Bis der Akku (via USB-Port) voll aufgeladen ist, vergehen in etwa 3h.

 

Betrachten wir mal, wie man den iPod bedient. Im Hauptmenu finden sich fünf Untermenus sowie die Funktion "Zufällige Titel", welche alle auf dem iPod gespeicherten Songs in beliebiger Reihenfolge abspielt. Navigiert wird mit dem Clickwheel, welches vom Prinzip her ähnlich funktioniert das iDrive von BMW oder das MMI von Audi: fährt man im Uhrzeigersinn über das Clickwheel, scrollt man im Menu runter während man mit einer Bewegung im Gegenuhrzeigersinn rauf scrollt. Eine Option wird ausgewählt, indem man den Button in der Mitte drückt. Durch Drücken von "MENU" gelangt man in die nächsthöhere Menu-Ebene. Wählt man nun im Hauptmenu die den Punkt "Musik" aus, erhält man Zugriff auf die auf dem iPod gespeicherte Musik. Hat man in iTunes bereits Wiedergabelisten erstellt, kann man z.B. diese auswählen. Alternativ ordnet der iPod die Musik automatisch auch gleich nach Interpret, Album, Titel, Musikrichtung und Komponist. Man muss also nicht zwingenderweise eine Wiedergabeliste "alle meine Driveshaft Songs" erstellen, sondern kann einfach im Menupunkt "Interpret" Driveshaft auswählen. Trotzdem, wenn man viele Titel auf dem iPod gespeichert hat, ist es am sinnvollsten und effizientesten, Wiedergabelisten zu erstellen.

 

Während der Wiedergabe von Songs, zeigt der iPod auf dem Bildschirm die Infos zu Titel, Interpret und Album an. Falls vorhanden (z.B. bei über den Music Store gekaufter Musik oder weil man dies selber hinzugefügt hat), erscheint neben diesen Informationen zusätzlich das CD-Cover. Der blaue Balken am unteren Rand zeigt die bereits verstrichene Zeit an. Drückt man nun auf den Button in der Mitte, kann man innerhalb des Tracks vor- und zurückspulen (via Clickwheel). Bei nochmaligem Drücken wird das Cover "bildschirmfüllend" angezeigt und wenn man dann nochmals auf den Mittelbutton drückt, wird die aktuelle Bewertung des Songs (0 bis 5 Sterne) angezeigt. Letzteres ist vor allem sinnvoll, wenn man in iTunes so genannte "Intelligente Wiedergabelisten" erstellt (z.B. alle Songs der Stilrichtung Soul mit einer Bewertung von 3 oder mehr Sternen).

 

Wer den iPod schon kennt, wird von dem oben Beschriebenen nicht wirklich beeindruckt sein. Die 2. Generation der nanos kommt aber mit einer coolen neuen Funktion: der iPod kann mittels Stichwortsuche (Titel, Album, Interpret, Komponist) durchsucht werden. Dies funktioniert mit einer kleinen Tastatur wie man sie z.T. aus Games zwecks Highscore-Eintragung kennt. Man scrollt einfach durch das Alphabet hindurch und kann so den Titel eines Songs oder den Namen eines Interpreten eintippen. Hat man die Suche genug weit eingeschränkt, kann man via END-Button (ganz links in der Mini-Tastatur) in die Liste der Resultate gelangen. Die Suchfunktion ist eine coole Entwicklung aber es dauert halt schon eine Weile, bis man etwas via Clickwheel eingegeben hat. Im Normalfall findet man ein File wohl schneller, wenn man einfach die Interpreten oder Alben "von Hand" durchsucht.

 

Für Leute, welche noch nie einen iPod mit Hilfe des Clickwheels bedient haben, mag diese Art der Bedienung zuerst etwas ungewöhnlich sein. Daran hat man sich aber schnell gewöhnt und die Menuführung ist so intuitiv ausgelegt, dass man in den meisten Fällen ohne Bedienungsanleitung auskommt. Dass der Shuffle-Modus unter Einstellungen zu finden ist, dürfte genau so logisch erscheinen wie die Tatsache, dass Podcasts unter dem Menupunkt Podcasts abgelegt sind. Kurz gesagt: der iPod ist so bedienungsfreundlich wie eh und je. Für meinen Geschmack ist der nano aber schon fast zu filigran (bzw. vor allem zu dünn) und zu leicht für die Bedienung via Clickwheel. Irgendwie habe ich es lieber, wenn ich was rechtes in der Hand habe. Beim nano habe ich nämlich immerzu Angst, dass er mir aus der Hand fliegt, wenn ich mal husten muss.

 

Im dritten Teil des Tests schauen wir uns die etwas spezielleren Funktionen des nanos genauer an. Fotos werden dabei genau so behandelt werden wie die Kontakte- oder Kalenderfunktion.

Weiterführende Links:

iPod nano

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