28.08.14

iPhone Projector: Hülle, Beamer und Akku in einem – eine gute Idee, aber…

iPhone Projector and battery case in one (Bild: Software Enterprise)

Dieses Konzept bietet wie ein Überraschungs-Ei drei Dinge auf einmal: Es ist eine iPhone-Hülle mit integriertem Beamer und Akku in einem. Das klingt reizvoll, zumal der Preis fast schon lächerlich niedrig ist. Trotzdem hat das Crowdfunding-Projekt ein paar Schwächen.

 

Wer bei Freunden sitzt und vom letzten Urlaub erzählt, der kommt früher oder später an den Punkt, wo er auch mal Bilder zeigen soll. Kein Problem. Da man heutzutage eh die meisten Fotos mit dem Smartphone schießt, wird selbiges ausgepackt. Doch dann kommt das große Problem: Wie kann man mehreren Leuten die Schnappschüsse auf dem kleinen Display zeigen? Das Handy im Kreis herumreichen? Nein, das ist keine wirklich gute Lösung.

Eine Lösung wäre der „iPhone Projector“ der belgischen Firma Software Enterprise. Diese wirbt gerade auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo um Geld für ihre Idee. Diese ist gar nicht so neu, aber trotzdem noch reizvoll.

3-in-1 Gerät für den mobilen Einsatz

Wie es der Name besagt, soll der iPhone Projector ein Mini-Beamer sein. Der steckt in einer Hülle, in die man das Apple Smartphone schiebt. Die LED-Lampe, welche 20.000 Stunden durchhalten soll, erhellt eine bis zu 60 Zoll (rund 152 cm) große Projektionsfläche. Das dürfte für den Einsatz in den eigenen vier Wänden vollkommen ausreichen. Damit man auch Urlaubsvideos gut wiedergeben kann, besitzt das Gadget integrierte Lautsprecher für eine (O-Ton) „fantastic sound quality“.

Das alles klingt schon ziemlich interessant. Dazu kommt noch, dass der iPhone Projector einen integrierten Akku mit 4.500 mAh beinhalten soll, womit der Beamer 2,5 Stunden lang betrieben werden kann. Oder man nutzt die Batterie, um seinem schwächelnden iPhone – auch ohne Projektor-Einsatz – etwas Saft zu geben.

Genauso reizvoll wie die Idee klingt auch der angepeilte Preis des „iPhone Projector and battery case in one“ (so der vollständige Projektname) in meinen Ohren: Umgerechnet schlappe 26 Euro soll das Hosentaschen-Gerät für die ersten Unterstützer kosten, später dann 34 Euro. Fantastisch. Aber einen Tick zu fantastisch, denke ich!

Es mangelt an Überzeugungsarbeit

Auf der Indiegogo-Seite liefert Software Enterprise zwar reizvoll klingende Bullet-Points und attraktive Mock-Up-Bilder – aber kaum Hintergrund-Informationen. Zum Beispiel: Wer ist die Firma hinter der Idee? Was hat sie bislang schon geleistet, kann man ihr vertrauen? Wann soll die Produktion starten? Wie wollen die Entwickler das Projekt stemmen? Warum kostet die vielseitige Hülle so wenig? Was sind die Risiken? Viele offene Fragen, die bislang nicht geklärt sind. Abgesehen davon, dass der Projektor wegen seiner Bauform wohl nicht zur kommenden iPhone-Generation passen wird.

Weitere Informationen findet ihr auf der Indiegogo-Projektseite.

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