03.03.08

iPhone in der Schweiz: Wie Tell zum Apfel kommt

iPhone in der Schweiz

Allen Gerüchten zum Trotz ist das iPhone immer noch nicht in der Schweiz erhältlich. neuerdings.com präsentiert drei Möglichkeiten, wie man dennoch zu seinem iPhone kommt. Alle drei Möglichkeiten haben aber eines gemeinsam: man benötigt ein grosses Portemonnaie.

 

Das iPhone sieht nicht nur cool aus und besticht durch ein revolutionäres User Interface - nein, es glänzt auch damit, in der Schweiz nicht erhältlich zu sein. Es gibt zwar immer wieder Gerüchte, wann das Superhandy aus Cupertino bei uns auf den Markt kommen soll, bewahrheitet hat sich aber bislang noch keines - auch am 29. Februar nicht. Wer nicht mehr länger warten will (oder kann) und niemanden kennt, der ihm ein iPhone aus den USA mitbringen könnte, hat jedoch drei Möglichkeiten, um dennoch an den heiligen Gral der Handys zu gelangen.

 

Am naheliegendsten ist es natürlich die eierlegende Wollmilchsau namens eBay zu konsultieren. Während man beim Schweizer Ableger 8GB-iPhones mit Jailbreak und ohne SIM-Lock für CHF800 bis CHF1000 (plus Versand) findet, kommt man bei ebay.com deutlich billiger davon. Mit durchschnittlichen $480 kostet das entsperrte iPhone bei eBay in Übersee umgerechnet bloss um die CHF530. Für den Versand in die Schweiz muss man (wenn es der Verkäufer überhaupt unbietet) dann jedoch etwa CHF80 dazurechnen und die Mehwertsteuer von ca. CHF45 will der Zoll auch noch haben. Somit käme man auf ein Total von CHF655, was immer noch vergleichsweise billig(er) ist.

 

Das Problem beim iPhone-Kauf via eBay ist halt einfach, dass man dem Verkäufer vertrauen muss, dass das iPhone auch wirklich "unlocked" ist und mit einer hiesigen SIM-Card funktioniert. Auch wenn ich einige Leute kenne, die via eBay USA keine Probleme hatten, kann es immer wieder schwarze Schafe oder Komplikationen geben. Insofern dürften sich einige Leute deutlich sicherer fühlen, wenn sie das Geld erst auf den Tisch legen, wenn sie das Objekte der Begierde auch effektiv gleich mitnehmen können. Wer eher zu dieser Kategorie gehört, hat zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

Einerseits kann der iPhone-Besitzer in spe einen kleinen Ausflug nach Frankreich machen. Orange verkauft dort in den France Telecom-Shops iPhones ohne SIM-Lock (logischerweise aber auch ohne Jailbreak) für ?749. Telefonisch konnten wir leider keinen France Telecom -Shop erreichen und für eine Spritztour ist Mulhouse dann doch etwas weit weg. Zum Glück ist aber beim Write IT Blog genau erklärt, wie man vorgehen muss und wie lange es in etwa dauert, bis man das iPhone aus Frankreich mit seiner eigenen SIM-Karte verwenden kann (drei bis zehn Tage). Das ganze Prozedere ist zwar etwas mühsam (Prepaid-Karte kaufen und aufladen, France Telecom Kundendienst anrufen etc.), ist aber für Leute, welchen es zu riskant ist, ein "inoffiziell" entsperrtes iPhone zu kaufen, sicher eine gute (wenn auch teure) Lösung.

Nebst dem gravierenden Nachteil, dass man sich für diese Mission in französischsprachiges Territorium begeben muss (es gibt bessere Paarungen als Geeks und Französisch), hat diese Variante den Vorteil, dass das iPhone auch problemlos upgedated werden kann. Bei den "inoffiziell" geknackten iPhones ist es ja so, dass nach einem Firmware-Upgrade zuerst mal nichts mehr funktioniert.

Andererseits kann man, wenn man nicht extra nach Frankreich fahren will, auch in der Schweiz entsperrte iPhones kaufen. Es gibt einige Händler, die das Apple-Handy mehr oder weniger fix im Angebot haben. neuerdings.com war zum Beispiel bei K55 im Shop (siehe Bild ganz oben) und hat dort ein iPhone begutachten können. K55 verkauft die 8GB-Version zum selbst unlocken für CHF849 und eine bereits entsperrte Version für CHF999. Dies aber nur, wenn sie gerade ein Gerät auf Lager haben, was nicht ganz einfach ist, da man in den Apple Stores in den USA inzwischen nur noch maximal zwei Geräte pro Person abgibt. Wie man uns vor Ort verraten hat, halte sich der Ansturm jedoch in Grenzen. Das iPhone wird scheinbar vor allem von Apple-Freaks und Leuten, die sich das iPhone als Luxushandy leisten wollen (und können) gekauft. Nebst K55 bieten natürlich auch andere Händler das iPhone an, wobei vor allem die bekannten Kleinanzeigen-Websites weiterhelfen.

Unter dem Strich betrachtet, mag der Preis - bei jeder der drei Varianten - recht hoch erscheinen. Andererseits wird das iPhone, wenn es irgendwannmal in der Schweiz auf den Markt kommt, sicherlich nicht gerade zum Schnäppchenpreis in den Swisscom-Shops stehen und mit ziemlich hohen Vertragskosten verbunden sein (eventuelle Daten-Flatrate hin oder her). Insofern muss jeder für sich selbst abschätzen, ob er lieber etwas billiger davonkommt und dafür das iPhone nicht in vollem Umfang nutzen und updaten kann oder aber noch etwas abwartet und dafür "the real deal" kriegt (irgendwann).

iPhones bei Bay Schweiz

eBay in Übersee

Write IT Blog

K55

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