09.06.08

iPhone 3G: Gerüchte und Wahrheit

Das iPhone 3G: gleich dick, aber schneller und sehr viel billiger.

Steve Jobs ist dünner denn je; das iPhone 3G hingegen ist 0.7 Millimeter dicker als das alte iPhone. Ausserdem hat es weder mehr Speicher noch Videochat, es kommt aber in weiss, und...


Das iPhone 3G: (Fast) gleich dick, aber schneller und sehr viel billiger. Und nicht in Rot.

Nein, es ist nicht 22% Prozent dünner, sondern 6% dicker als das alte iPhone: Das war 11.6 mm dick, das neue ist 12.3 Millimeter dick. Abgespeckt worden ist aber vor allem der Preis: 199 respektive 299 Dollar trifft ziemlich genau die iPhone-3G-Voraussagen der Gerüchteküche . Ich muss mich also korrigieren: Jobs ist tatsächlich mehr an der Mobilfunk-Weltherrschaft als an Umsatz gelegen. Die Börse fand's zunächst nicht erfreulich.

 

Der Speicher ist nicht doppelt so gross wie bisher - das iPhone 3G gibt's in 8 und 16 Gigabyte.

Die Lebensdauer des Akkus ist gemäss Steve Jobs verbessert worden. Auswechselbar ist er dennoch nicht. Die Gehäuseform entspricht den ersten Bildern , die kursierten - etwas stärker abgeflacht an den Enden. Das neue iPhone hat ausserdem Vollmetall-Knöpfe und einen Rückenteil in der Hauptfarbe des Gehäuses.

Rot ist weit und breit nicht zu sehen. Aber Assisted GPS (unterstützt von Mobilfunk-Zellenbestimmung) und Routenplaner sind im iPhone 3G zu finden, ausserdem natürlich die 3G-Mobilfunktechnologien.

iChat ist derzeit noch keine Option, auch eine Frontkamera hat das iPhone 3G nicht - und den TechSpecs zu Folge noch nicht mal Video - sogar immer noch die gleiche 2-Megapixel-Kamera.

Unklar ist derzeit, ob das wichtigste Feature eines Business-Smartphones vorhanden ist, das am alten iPhone schmerzlich vermisst wurde: Copy/Paste. Gesagt wurde bisher lediglich, dass die neue Software und die Webapplikationen Drag&Drop unterstützen. Wie man allerdings eine Adresse aus einer Website oder einer Email in eine SMS kopiert, bleibt bis zu unseren ersten Tests unklar.

Alles in allem muss nach dem zweiten, noch gigantischeren Hype um das iPhone von Apple gesagt werden: Erwartungen teilweise erfüllt, aber sicher nicht übertroffen.

Die Fanboys hatten auf eine bahnbrechende Neuerung im Feature-Bereich gewartet, die Japaner finden das iPhone noch immer zu simpel, und ob die Businessanwender sich jetzt von RIMs Blackberry abwenden werden, hängt an den Business-Applikationen. Dass die Synchronisierung von Mail, Kalender und Nachrichten ("Exchange für uns andere") über einen kostenpflichtigen Dienst für 99 Dollar pro Jahr abläuft, dürfte den Preisnachlass auf das Gerät ein bisschen versalzen. Ein durchsuchbares Adressbuch und die Queransicht für den Kalender sind Selbstverständlichkeiten, die im ersten iPhone als Unterlassungssünden fehlten.

Nett finden wir hingegen den neuen Stromadapter - der ist süss.

Apple iPhone 3G in Deutschland

Apple iPhone 3G in der Schweiz

Apple iPhone 3G in Österreich

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