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18.06.12

DIY-Projekt: 3D-Video mit zwei iPhone 4S aufnehmen

Denis Lübke und Gerhard Schröder mit ihrer Rahmenkonstruktion.

Während es Android-Smartphones mit 3D-Kamera gibt, ist davon beim iPhone weit und breit nichts zu sehen. Die Apple-Blogger Denis Lübke und Gerhard Schröder dachten sich: Warum stattdessen nicht einfach zwei iPhones nehmen?

Zwar ist 3D im Kino und bei Fernsehern wohl nicht zu dem ganz großen Hype geworden, den sich Filmstudios und Hersteller erhofft hatten. Aber ein faszinierendes Thema ist es so oder so. Und seitdem YouTube mit 3D-Material zurechtkommt, gibt es eine Bühne für eigene Werke mit der gewissen Portion Extradimensionalität. Nur: Womit aufnehmen?

Zwei machten sich auf, das Problem auf eine ganz eigene Weise zu lösen: Kameramann und Apple-User Denis Lübke (u.a. Doohickey auf YouTube) sowie Blogger Gerhard Schröder (u.a. PadLive.de). Ihre Idee: mit zwei iPhone 4S ein 3D-Video in 1.080p drehen. Der Vorteil gegenüber einer integrierten Lösung in nur einem Gerät: Man kann die beiden iPhone-Kameras so positionieren, dass sich ein perfekter 3D-Effekt ergibt. Denn im Schnitt sind die menschlichen Augen etwa 6,5 Zentimeter voneinander entfernt. Dieses Maß braucht man also für das gewohnte Gefühl von Räumlichkeit.

[photos title=""] Damit das funktioniert, muss eines der beiden iPhones kopfüber und etwas höher positioniert sein. Eine erste Skizze war schnell erstellt:

Hier hatte Gerhard Schröder die Idee veröffentlicht. Am Anfang stand dabei ein einfaches Brett. Aus Stabilitätsgründen hat es sich nun zu einem Holzkasten weiterentwickelt. Die iPhones stecken in Stativhalterungen und werden von je einer Schraube nicht nur gehalten, sondern lassen sich darüber auch in der Höhe anpassen. Wie man in den Bildern oben oder im Video unten sieht, kann man den Kasten dann mit beiden Händen anfassen und losfilmen.

Natürlich ist es kein fertiges Produkt, sondern eine Bastelarbeit. Es soll einfach ausgelotet werden, was man mit einfachen Mitteln umsetzen kann – sofern man zwei iPhones zur Verfügung hat. An sich lässt sich eine solche Lösung natürlich auch mit anderen Geräten denken.

Wie es zu der Konstruktion kam, erklären die beiden im folgenden Video (allerdings in 2D):

Wie man im Video sieht, wurden inzwischen die ersten Szenen gedreht. Fertig geschnitten ist das Material aber noch nicht. Denn neben der Hardware stellt sich die Software als nächste Hürde heraus. Wie kann man am besten zwei getrennt aufgenommene Videos zu einem 3D-Film zusammenfügen? Im nächsten Video wollen die beiden das in Form eines Screencasts erklären.

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