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18.05.14

Intoino Kits: Das Internet der Dinge als Baukasten für jedermann

Bunter Baukasten, um alles Erdenkliche zu vernetzen. Bilder: Intoino

Das Thema Internet der Dinge will jeder Hersteller als sein ganz eigenes Projekt verstanden wissen. Zwei Italiener allerdings suchten selbst eine Möglichkeit zum Tüfteln - und stellten komplette Do-it-Yourself-Baukästen vor: mit vielfältigen Sensoren, Apps, Arduino-Board und natürlich WLAN.

 

Es ist mittlerweile ein Volkssport geworden, das eigene Haus zu vernetzen und die Geräte mit dem Smartphone steuern zu lassen. Seien es Lampen, Kaffeemaschinen, Klimaanlagen, Pflanzen oder die Heizung. Meist soll man dafür teure, vorgefertigte Produkte kaufen. Die beiden italienischen Elektronikprofis Dario Trimarchi und Marco Bestonzo wollen das mit verschiedenen Baukästen ändern.

Die Intoino DIY Kits verfügen je nach Ausstattung etwa über einen Gasalarm oder einen Feuchtigkeitssensor. Es sollen sich Glühbirnen "auspusten" lassen oder beliebige Geräte mit einem berührungsempfindlichen Sensor einfach ein- oder ausschalten. Hobbytüftler dürften ihre helle Freude an Intoino haben.

 

Je nach Gusto hat das Startup acht Pakete zusammengestellt, um alles mit allem zu vernetzen und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Mit dem Petcare-Kit soll man etwa eine einfache Hundefütterungsmaschine bauen können. Der Garden-Kit lässt die Pflanzen twittern, wenn sie nach Wasser dürsten. Mit dem School-Kit ließe sich so mancher Schabernack im Physik-Unterricht treiben. Trimarchi und Bestonzo, die netten italienischen Jungs von nebenan, erklären in ihrem Kampagnenvideo, wie sie sich das vorstellen:

www.youtube.com/watch

Herzstück der Baukästen ist jeweils die WLAN-Antenne Intoino Bulb, die den Input der Sensoren sammelt und sich mit einem Smartphone verbindet, sowie das Arduino Board "Leonardo". Jedes Paket kommt mit den notwendigen Steckern, Kabeln und Sensoren daher. Die passenden Apps dazu gibt es im eigenen App Store.

Zu teuer, um für jedermann zu sein?

Samt Steuern und Versand gibt es die Einsteigerkits ab 198 Euro. Je mehr Teile hinzu kommen, desto teurer wird es entsprechend. Ein wenig technisches Verständnis scheint trotz anders lautender Bekundungen vorausgesetzt. Komplette Laien täten sich dann doch etwas schwer mit der Programmierung. Rechnet man alles zusammen, ist so ein Baukasten, wenn er für die breite Masse gedacht ist, mit rund 200 Euro dann so billig doch wieder nicht. Ein Nachteil dürfte außerdem sein, dass ein Anwender die Sensoren mit der Bulb-Antenne verkabeln muss, weil sie sich anders nicht mit Strom versorgen lassen. Davon abgesehen scheint Intoino ein schönes Projekt zu sein, bei dem sich Tüftler voll austoben können.

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 16. Juni; das Projekt kommt nicht zu Stande, wenn bis dahin nicht mindestens 60.000 Euro eingesammelt sind. Versandfertig sollen die Baukästen ab September sein. Alle weiteren Infos gibt es auf der offiziellen Intoino DIY Kits .

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