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01.12.17

Security

Internet Explorer: Darum sollte man ältere Versionen schleunigst updaten

Vorsicht, Phishing: Warum ihr Firmenrechner ohne einen aktuellen Internet Explorer verwundbar ist und wie sie das Update sofort durchführen, erklären wir in unserem Artikel.


(Bild: Pixabay)

Internet Explorer: Patches gibt es nicht (mehr) für alle IE-Versionen

Kritische Lücken werden bei Microsoft gerne am sogenannten Patchday gestopft. Doch leider gilt dies nicht für alle Versionen des Internet Explorers, obwohl jener fest mit dem Betriebssystem verbunden ist.

Warum nun ein dringendes Update des Browsers unbedingt erforderlich ist, hat ein Patchday Mitte Februar 2016 deutlich gemacht. Der stellte ein Art Zäsur da - allerdings keine gute. Denn nun sind viele Rechner, gerade ältere Modelle, von Phishing bedroht.

Was ist Phishing?

Sie kennen das Wort vermutlich in Verbindung mit gefälschten E-Mails oder Webseiten. Es handelt sich hierbei um eine Methode, um Ihre persönlichen Daten abzugreifen. Gerade Firmen-PCs sind oftmals im Fokus der Betrüger.

Während des Februar-Patchdays hat Microsoft sechs kritische Lücken geschlossen, die man weniger vermutet hätte. Nicht nur der Internet Explorer, auch Office und der Edge-Browser waren davon betroffen. Beispielsweise wurden PDF-Dateien kompromittiert. In diesen gab es einen kleinen Code, welcher später aus der Ferne aktiviert wurde, um spezielle Nutzer- oder Firmendaten an Diebe zu senden.

Ohne den Patch wären diese Lücken noch immer offen - und sind es teilweise auch. Denn nicht alle Programme erhalten jene wichtigen Updates. 

Warum ein aktueller Internet Explorer unbedingt notwendig ist

Auch wenn sie den Internet Explorer nicht nutzen, weil ihnen Edge, Chrome, Firefox oder Opera persönliche Vorzüge bieten, so bedeutet dies nicht automatisc,h dass sie gegen Angriffe gewappnet sind.

Wie oben angedeutet, ist der Internet Explorer ein wichtiger Bestandteil von Windows. Im Zuge der schnelleren Auslieferung von Windows 10 gab kürzlich Microsoft bekannt, dass ältere Systeme kein Update mehr erhalten. Folglich wurden die benannten Mängel auf älteren Betriebssystem-Versionen (Windows 8, Windows 7 oder älter) nicht behoben.

Um die Sicherheit von in die Jahre gekommener Computer zu erreichen, muss auf ihnen schleunigst der Internet Explorer aktualisiert werden. 

Welche Version ist für Ihr System die Richtige?

Benutzen sie auf ihrem Firmen-PC etwa Windows Vista mit Service Pack 2? Dann benötigen Sie mindestens die Version 9 des Internet Explorers. Bei Windows 7 und Windows 8 ist es dagegen dringend nötig, die Version 11 des Browsers aufzuspielen.

Im Bereich „Server Operating“ oder gar „Embedded Operating“ wird die Versionswahl schon deutlich schwieriger. Glücklicherweise hat Microsoft eine Tabelle veröffentlicht, in welcher die einzelnen Updates klar und verständlich dargestellt werden.

So updatet man den IE

Nachdem Ihnen nun bekannt sein sollte, welche IE-Version empfohlen wird, gilt es, diese herunter zu laden. Begeben sie sich hierzu auf die Homepage von Microsoft und geben sie im Suchfeld die von ihnen benötige Version ein. Anschließend laden sie die gefundene Datei herunter und führen jene aus.

Sollte bereits die korrekte Fassung des Browsers auf ihrem System vorhanden sein, der Patch jedoch nicht, dann verzichten sie vermutlich auf automatische Updates. Das sollten Sie ändern! Öffnen sie hierzu die Systemsteuerung. Im "Sicherheitscenter" von Windows Vista beziehungsweise unter "Windows Update" bei Windows 7 können Sie die automatischen Updates aktivieren.

Überprüfen sie im Zuge dessen im gleichen Fenster unter „Nach Updates suchen“, ob noch offene Patches für ihr System ausstehen. Sollte Windows derartige Einträge finden, wählen Sie die Option „Updates installieren“ aus.

Sind alle Punkte erfolgreich abgeschlossen, werden Sie auch ohne das Upgrade auf Windows 10 von nun an wieder mit aktuellen Patches für den Internet Explorer versorgt. 

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