01.08.13

Minnowboard: Intel spendiert dem Raspberry Pi einen großen Bruder

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Bastler, Programmierer und Hacker erfreuen sich am günstigen Raspberry Pi und modifizieren das Board in verschiedensten Projekten. Intel möchte hier nun auch mitspielen und bringt mit dem Minnowboard einen Raspberry-Pi-Klon mit x86-Architektur heraus.

Intel-Minnowboard-1375273409-0-11 Das kleine Intel Minnowboard

Genauer gesagt treibt ein Intel Atom E640 mit 1 Gigahertz das Minnowboard an - kein Dual-Core-Prozessor, aber der Atom unterstützt Hyperthreading und Virtualisierung. Ursprünglich fand dieses Setup in Autocomputern Verwendung. 1 Gigabyte Arbeitsspeicher (DDR2) unterstützen den Prozessor, vier Gigabyte Flash-Speicher sind direkt im Board untergebracht. Wer diesen erweitern möchte, kann das entweder über einen der zwei USB-Ports oder über eine MicroSD-Speicherkarte tun.

Das Mainboard ist 10 mal 10 Zentimeter groß und verfügt zusätzlich noch über einen Ethernet- (RJ-45) und einen Micro-USB-Anschluss, der auch für die Stromversorgung zuständig ist. Als Betriebssystem ist das minimalistische Ångström Linux vorinstalliert. Wer ein Gehäuse dazu möchte, muss hier entweder seiner Fantasie und seinen Bastelkünsten freien Lauf lassen oder den 3D-Drucker anwerfen, denn das Board kommt ohne Gehäuse zum Käufer.

Auch wenn Intel sich hier eindeutig den Raspberry Pi als Vorbild genommen hat, setzt der Chipgigant den Preis hier deutlich höher an. Während man einen Raspberry Pi in der einfachen Version Model A bereits ab rund 30 Euro und das besser ausgestattete Model B für rund 40 Euro bekommt, muss man für das Minnowboard mindestens 170 Euro bezahlen - je nach Anbieter. Zwar ist das Minnowboard tatsächlich besser ausgestattet und dürfte mit dem Atom-Prozessor gegenüber der ARM-Maschinerie des Raspberry Pi leistungsfähiger sein. Das allerdings rechtfertigt einen rund viermal so hohen Preis nur bedingt.

Wen das nicht abschreckt, der findet die Bezugsquellen auf der offiziellen Minnowboard-Webseite.

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