09.07.14

Dreidimensionale Selfies: Mit Insta3D wird man selbst zur Spielzeugfigur

So soll das Endergebnis aussehen.

Selfies zum Anfassen? Ja, das ist die Idee hinter Insta3D. Eigentlich sehen sie ziemlich kitschig aus, trotzdem sind die eigenen Abbilder aus dem 3D-Drucker eine ganz interessante, aber auch sehr teure Geschäftsidee.

 

Selfies, Belfies oder #Aftersex – mittlerweile treiben die Selbstbildnisse kuriose Blüten. Da verwundert es kaum noch, dass taiwanesische Erfinder sich selbst auch im Wohnzimmer als Miniatur-Abbild ins Regal stellen wollen, oder?

Auf Kickstarter buhlt die Firma Speed 3D Inc. um Aufmerksamkeit. Und um das Geld von Spendern. Denn sie wollen mit ihrer Insta3D-Technologie aus Selfies „high quality and realistic 3D“ Avatare erstellen. Das soll angeblich ganz einfach gehen.

Eine selbstentwickelte iOS- und Android-App namens Insta3D berechnet aus Selfie-Fotos dreidimensionale Modelle. Mittels eines Editors kann das virtuelle Ich dann noch „gepimpt“ werden, indem man ihm eine andere Frisur, verschiedene Arten von Brillen und Klamotten spendiert. Fertig ist der Selfie zum Anfassen.

Ist man mit seinem Ergebnis zufrieden, tippt man in der App auf „Print“. Dann erstellt Insta3D eine Datei, die man angeblich mit jedem kommerziellen 3D-Drucker ausdrucken kann - falls man so ein Gerät sein Eigen nennt oder jemanden kennt, der so etwas besitzt. Sollte das nicht der Fall sein, so will Speed3D einen Versandservice anbieten.

Das folgende Video stellt euch das alles genauer vor:

Für umgerechnet zirka 90 Euro kann man sein Abbild in Miniaturform erhalten. Dazu kommen noch 25 Euro für Versandkosten. Ganz schön viel Geld. Und das Ergebnis sieht nicht – wie von Speed 3D versprochen - „realistisch“ aus, sondern eher wie eine Persiflage auf einen selbst. Denn die Figuren besitzen überdimensionale Köpfe auf schlaksigen, comic-artigen Körpern. Das dürfte nicht jedem gefallen.

Wie gesagt: Bei Insta3D handelt es sich derzeit noch um ein Crowdfunding-Projekt, das für die Umsetzung Geld benötigt. Mindestens 60.000 Pfund (75.600 Euro) sollten bis zum 24. August zusammenkommen.

Weitere Informationen findet ihr hier auf der Kickstarter-Projektseite.

Jetzt gratis anmelden und wir unterstützen Sie mit Informationen und aktuellen Lernangeboten!