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24.05.10

InfiniteUSB: Der Hub in jedem USB-Stecker

InfiniteUSB: Die USB-Stecker sind ihr eigener Hub. (Gonglue Jiang)

USB-Stecker in Serie schalten: Die Idee des chinesischen Designers Gonglue Jiang ist so einfach wie einleuchtend.

Nachdem ich gerade mal wieder via Amazon einen neuen USB-Hub bestellt habe - an meinem Notebook hängen derzeit über zehn Geräte an drei integrierten USB-Buchsen), finde ich Gonglue Jiangs Design-Idee noch besser als zuvor.

USB zeichnet sich nicht nur duch das universal-Design des Steckers aus (von dem es inzwischen allerdings mit A-, B-, und jeweils Standard-, Mini- und Micro- auch schon wieder sechs Anschlussmodelle gibt), sondern durch die problemlose serielle Schaltung aller Geräte:

An einem einzigen Controller können bis zu 127 Geräte in Hubs von maximal fünf Schichten hintereinander geschaltet werden.

Aber die wenigsten PC und andere USB-fähige Geräte haben mehr als drei oder vier, die meisten aktuellen Net- und Notebooks sogar nur zwei integrierte USB-Buchsen, was den Bedarf an Hubs fördert.

Die zu kaufen rechtfertigt sich nicht nur durch die Mehrfachstecker, sondern auch durch die zusätzliche Stromversorgung - denn inzwischen wollen wir ja meist noch stromhungrige Geräte wie Harddisks, MP3-Plaxer und Handys anhängen, die allesamt von den 5 Volt und rund einem halben Ampere zehren, die ein Anschluss liefern kann.

Trotzdem nerven die unförmigen Mehrfachsteck-Hubs auf dem Schreibtisch und in der Laptop-Tasche, und der chinesische Ingenieur Gonglue Jiang hat deshalb mit dem " infiniteUSB " eine wesentlich einfachere Lösung entwickelt, die jeden einzelnen Stecker gleich zum "Hub" für den nächsten macht: Die Stecker sind hohl und sozusagen stapelbar aufeinander aufsteckbar.

Das sieht natürlich nach vielleicht fünf oder sechs Geräten, die so aufeinandergesteckt zu einer regelrechten Stecker-Stange am Notebook werden, auch schon wieder eigenartig aus - aber wer will sich beklagen, wenn kein hässlicher und platzraubender Hub mehr nötig ist?

Bleibt die Frage nach der zusätzlichen Stromversorgung, die Gonglue auch nach dem gleichen System gelöst hat: Netzteile können in den Steckerstapel nämlich nach dem gleichen System wie die ganzen geräte eingestöpselt werden und scheinen dann allen nachgesteckten Geräten einen zusätzlichen Stromboost zu verpassen.

Leider handelt es sich erst noch um eine Designstudie, die allerdings vom internationalen Forum für Design einen Konzeptpreis in der Klasse Industriedesign gewonnen hat.

Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis das praktische System auf den Makrkt kommt - und zwar wohl am ehesten in Form von Aufsatzsteckern für herkömmliche Gerätekabel, würde ich mal schätzen.

via netzwoche.ch

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