19.04.07

Individuelle Untertitel in Kino und Oper?

Untertitel

Forscher der Universidad Carlos III in Madrid haben eine Brille entwickelt, welche Untertitel jeglicher Art direkt vor dem Auge einblendet. Die jeweiligen Signale empfängt die Brille (bzw. der Aufsatz) von einem Computer, der im Umkreis von 50m aufgestellt sein muss. Auch wenn diese Technologie auf den ersten Blick etwas sinnlos erscheint, kommen mir schon nach kurzem Überlegen einige Use Cases in den Sinn. In sonst nicht untertitelten Kinofilmen (sprich, in Kinos, die entweder in Deutschland oder den ländlichen Gegenden der Schweiz stehen und die Filme in der synchronisierten Fassung zeigen) könnten sich Gehörlose einen Film problemlos anschauen gehen. Oder der Kinobesucher kann sich die Sprache der Untertitel (bei einem Film im Originalton) selbst auswählen (welcher Stadtberner will schon französische Untertitel und welcher eingewanderte Italiener hätte manchmal nicht gerne italienische Untertitel?). Die dritte Möglichkeit werden manche Leute wohl als Sakrileg anschauen: da meist eh kein Schwein versteht, was in der Oper gesungen wird, könnte man alle Gesangspartien mithilfe dieser Brille mit Untertiteln versehen. Dann könnte man nämlich der Handlung folgen, ohne immer im teuer erstandenen Programm die Szenenbeschreibungen nachlesen zu müssen. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es superbequem ist, so ein Teil auf der Brille montiert zu haben, überwiegen hier die Vorteile meiner Meinung nach deutlich.

[via Übergizmo]

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