13.04.11

IK Multimedia iRig Mic im Test: iOS als Aufnahmestudio

IK Multimedia iRig Mic

Soundspezialist IK Multimedia ist bekannt als Hersteller des iRig Adapters, mit dem man die Signale seiner Gitarre oder seines Basses in iPod, iPhone oder iPad bekommt. Das iRig haben wir bereits getestet, heute ist das iRig Mic dran, ein professionelles Kondensator-Mikrofon, das sich direkt per 3,5 mm Klinkenstecker mit dem iGerät verbinden lässt.

 

Der erste Eindruck beim Auspacken des iRig Mic ist schon mal ein guter. Solide und schwer liegt das Metallgehäuse des Mikrofons in der Hand, ein solider Drahtkorb schützt die eigentliche Aufnahmeeinheit. Die Empfindlichkeit lässt sich mit einem Schalter in 3 Stufen einstellen. Die am wenigsten empfindliche ist zur Abnahme von Verstärkersound, die höchste Stufe ist perfekt, wenn man in der letzten Reihe der Pressekonferenz sitzt und trotzdem alles aufzeichnen will, und die mittlere Empfindlichkeitsstufe eignet sich perfekt, wenn man sich das Mikro direkt vor den Mund hält, bei Podcasting, Interviews und Gesang.

 

Dafür gibt’s auch extra eine App, die sich Vocalive free nennt. Wie gewohnt kann man die Funktionalität per In-App-Kauf erweitern. Oder man investiert gleich 15,99 Euro und holt sich die Vollversion. Dann stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, die eigene Stimme per Echtzeit-Stimmprozessor aufzupeppen.

So kann man sich einen eigenen Chor einstellen, bei dem die eigene Stimme um eine darüberliegende Terz, Quinte oder Septime ergänzt wird. Oder man verfremdet sie mit voreingestellten Effekten, die Namen tragen wie sad Mosquito oder clever Alien.

Natürlich ist auch ein Recorder mit dabei. Allerdings nur einspurig. Wer mehr will, muss mal wieder ein paar Euro zahlen, um auf vier Spuren aufzurüsten. Überhaupt ist das das einzige, was etwas an den Apps von IK Multimedia nervt: bei jedem Start die Aufforderung, doch noch dies oder das zu kaufen. Natürlich werden immer wieder neue Effektgeräte oder Erweiterungen entwickelt, aber ich möchte nicht bei jedem Start dazu aufgefordert werden, doch noch etwas zu kaufen.

Aber daran verdient das Unternehmen schließlich etwas. Das IK Multimedia iRig Mic selbst ist mit seinen knapp 50 Euro sicher nicht der Umsatzbringer, sondern eher Einstiegsdroge. Es erschließt eine ganze Welt von Möglichkeiten, die man erst mit den entsprechenden Apps ausschöpfen kann. Für den Anfang und den Gelegenheitsmusiker mögen auch die freien Versionen ausreichen. Wer aber mit dem iRig Mic auf die Bühne will oder zumindest semiprofessionelle Aufnahmen beabsichtigt, wird die zusätzlichen Euro sicher gern ausgeben. Und schließlich sind 15,99 Euro für eine professionelle Aufnahme-Software sicher nicht überteuert.

Ich hatte eigentlich vor, ein paar Probeaufnahmen mit dem iRig Mic abzuliefern, aber meine natürliche Schüchternheit (in Verbindung mit einem Mangel an Zeit und ruhiger Umgebung) hat gesiegt. Ich kann jedoch sagen, dass das iRig Mic zwar in erster Linie für Sänger gedacht ist, jedoch auch Journalisten und Podcaster sehr glücklich machen wird.

Für 17,50 Euro bekommt man schon einen IK Multimedia iRig Mic und hat in Verbindung mit dem iRig Mic und Garageband, Amplitube oder Vocalive alles, was man für vernünftige Aufnahmen braucht. Klare Kaufempfehlung für alle Journalisten, Podcaster und Musiker, die ein iPad, einen iPod Touch oder ein iPhone besitzen. Wobei für sparsame Musiker ein iPad mit Garageband wahrscheinlich die Software ist, die das meiste für das Geld bietet.

Mehr Infos über das iRig Mic gibt es auf der Seite von IK Multimedia.

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