07.02.14

iBag: Smarte Handtasche schützt vor Geldverschwendung

iBag: Handtasche mit Elektronik. Alle Bilder: Finder.com.au

Nie wieder zu viel Geld ausgeben - weil die Handtasche das Portmonee bei einem Kaufrausch einfach nicht mehr hergibt. So funktioniert die intelligente Handtasche iBag. Sie ist ein smarter Hinweis australischer Verbraucherschützer auf das gesellschaftlich kaum thematisierte Problem der Kaufsucht.

 

Frauen und Shopping... Nein, keine Vorurteile jetzt! Aber einigen können wir uns sicher darauf, dass man langfristig nicht mehr Geld ausgeben sollte, als man hat, richtig? Und hier will die Handtasche iBag helfen, dass die Trägerin/der Träger nicht mehr zu viel Geld ausgibt. Ein Video zeigt eine Handtasche für Frauen, doch es soll sie auch für Männer geben.

 

Alarm beim Betreten eines verlockenden Kaufhauses

Der integrierte RFID-Chip registriert die Bewegungen, ein GPS-Tracker soll zudem erkennen, wo man sich befindet. Das wird auf dem Massenspeicher des Arduino-Boards mit Hilfe der installierten Software vermerkt. Die Tasche warnt sowohl die Trägerin oder den Träger mit einem Blinklicht und informiert außerdem eine Vertrauensperson per SMS, wenn man ein Kaufhaus betritt, in dem man bereits einmal zu viel Geld ausgegeben hat. Wird dann sehr oft die Geldbörse entnommen, schließt sich die Handtasche - vom Board gesteuert - und lässt sich nicht mehr öffnen. Ein Video zeigt das Prinzip:

www.youtube.com/watch

Hinter der Aktion steht das australische Verbraucherschutzportal Finder, etwa vergleichbar mit dem deutschen Verivox. Laut Statistik gibt jeder Vierte den Großteil seines Gehalts gleich nach dem Zahltag aus. Fast jeder Zweite, der seine Kreditkartenrechnung nicht vollständig begleiche, neige laut Statistik zu drei Impulskäufen im Monat. Daher die Idee, eine clevere Handtasche anzubieten. Generell richtet sich diese Aktion an Menschen, die mit Geld nicht gut umgehen können.

Wir sind im Bilde

Finders Idee ist wohl, dass eine nahestehende Person der Betroffenen diese Handtasche schenkt. Es könnte aber auch einfach eine gute PR-Aktion sein, um auf die Gefahren zu hoher Kreditlimits und die Dunkelziffer der Kaufsüchtigen hinzuweisen. Das ist natürlich nicht nur ein Problem, das Frauen haben: Dass es Kaufsucht auch bei Männern gibt, wissen wir spätestens seit der Beichte meines Kollegen Thomas Mauch.

Unklar jedenfalls, ob es die iBag jemals wirklich zu kaufen geben wird. Finder nimmt Registrierungen sowohl für eine Handtasche für Frauen als auch für Männer entgegen und verlangt dafür umgerechnet 130 Euro. Aber vielleicht lässt sich das Problem der Kaufsucht ja noch anders lösen, jetzt, wo wir darüber im Bilde sind.

Mehr Infos zu der Aktion gibt es auf der iBag-Webseite von Finder.com.au. Gefunden haben wir diese Tasche auf Engadget.com.

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