11.12.11

HTC Radar im Test (2/2): Grundsolide zum fairen Preis

HTC Radar - (Bild: kaz)

Im ersten Teil des Tests, als es um die äusseren Werte ging, hat das HTC Radar einen guten Eindruck gemacht. Wie steht es um die Technik dahinter?

 

Bei den vielen HTC Modellen verliert man schnell den Überblick, bei Windows-Phone-7-Geräten macht das nichts. Denn wir haben im ersten Teil bereits erfahren, dass die Hardware nur in sehr engen Grenzen verändert werden kann. Zum Beispiel beim Soundchip oder der Kamera hatte HTC etwas Spielraum.

Sound

Das HTC ChaCha enttäuschte hinsichtlich Klangqualität sehr, entsprechend niedrig waren meine Erwartungen an das Radar. Zu Unrecht wie sich herausstellt. Es ist zwar nicht ganz einfach, eine simple Wave-Datei auf ein Windows Phone-Gerät zu synchronisieren, doch wenn die Datei der Harman-Kardon-Referenz CD endlich als Email auf dem Gerät geladen wurde, ist die Überraschung gross: Was da rauskommt klingt ausgewogen und angenehm. Schöne differenzierte Höhen, ein etwas schwacher Mitteltonbereich und ganz leicht unterbetonte Bässe. Mit dem richtigen Kofhörer merkt man das fast nicht und für die MP3-Sammlung unterwegs reicht die Qualität völlig aus.

Bild

Obwohl eine Autofokuskamera zum Einsatz kommt, wirken die Bilder wie bei EDoF-Kameras pixelig und verwaschen. Detailarmut und unscharfe Ränder sind die Folge, weshalb die 50%-Regel wieder gilt: Bis 50% Vergrösserung kann man mit den Bildern leben, auch wegen des guten Weissabgleichs. Für Vergrösserungen sollte man den entsprechenden Abschnitt vorher klug auswählen, denn Vergrösserungen führen nur zu Enttäuschungen und der digitale Zoom macht das Bild nicht besser.

Wo Windows Phone stark auftrumpft sind Spiele. Die Qualität der Animationen und der Detailreichtum überzeugen auch eingefleischte Gamer sofort. Einzig die Preise von drei bis sieben Euro pro Spiel schrecken manch einen von den guten Spielen ab - Qualität hat nun mal seinen Preis.

HTC

Ich beneide manch HTC-Besitzer um die schönen Animationen im Wetterbericht. Auch das Radar zeigt den Wetterradar an, alles andere wäre undenkbar gewesen. Die Animationen umfassen zehn verschiedene Vorhersagen und sind über den HTC Hub erreichbar. Der Hub vereint Nachrichten, Aktien, Wetter und Softwarevorstellungen unter einer Oberfläche. Die HTC-Watch-App stellt Videos und Kinotrailer vor und Notes ist ein simples Notizentool, welches WP7 leider fehlt. Interessanterweise hat HTC seine «Locations»-Navigation besser integriert als Microsoft selbst: Der Look&Feel der App orientiert sich strikt an den Metrovorgaben, während Bing Karten nur den momentanen Standort markiert. Dazu gibt es noch eine Fotoverbesserung, die aber nur verschiedene Effekte über das Foto zieht und nicht eine Bearbeitungssoftware ersetzt. Insgesamt hat sich HTC mächtig ins Zeug gelegt und WP7 um eine eigene Note verbessert.

Fazit

Windows Phone 7 dümpelt immer noch bei einem einstelligen Marktanteil herum. Vielleicht kostet deshalb das HTC Radar nicht sehr viel. Als Kunde muss man sich darüber keine Gedanken machen, denn das Smartphone kann alles, was man sich wünscht und es gibt nichts, was wirklich negativ auffallen würde. Im Gegenteil, der Sound klingt gut, die Kamera schiesst passable Bilder und Windows Phone 7.5 läuft flüssig. Vorallem die HTC-typischen Anpassungen gefallen und stärken die eigene Marke. Einziges Manko ist der geringe Speicherplatz mit 6,5 GB, welchen man nicht mit einer SD-Karte aufrüsten kann. Wenn das kein Hindernis darstellt, erhält man ein Windows Phone zu einem günstigen Preis.

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