12.07.11

HP ProBook 5330m im Test: Elegantes Business-Notebook

HP ProBook 5330m (Bild: HP)

HP bringt mit dem ProBook 5330m ein elegantes Business Notebook auf den Markt. Wir haben das Gerät im Alltagsbetrieb getestet.

Ich komme nicht umhin an Apple zu denken, wenn ich das neue HP ProBook 5330m vor mir habe: Magnesiumrahmen und Namensgebung erinnern an das legendäre PowerBook mit Titaniumrahmen aus Cupertino; der schwarz umrandete Bildschirm und die hintergrundbeleuchtete Tastatur an die aktuellen MacBook Pro – Genau zu diesen steht das ProBook in Konkurrenz.

 

Die Hardware vermag mich, den Liebhaber schnörkellosen Designs, zu überzeugen. Die Designer konnten der Versuchung fast ganz widerstehen, das Gerät mit bunt leuchtenden Buttons zu dekorieren. Nur drei dezente Knöpfchen konnte sich HP dann doch nicht verkneifen: je eines um den Browser aufzustarten, den Flugzeugmodus zu triggern sowie die Audioausgabe lautlos zu stellen.

Das nüchterne Design macht klar: das ProBook ist für den Einsatz in der Geschäftswelt gedacht. Dazu passen auch die aufwändigen Sicherheitsfeatures. Die SSD lässt sich komplett verschlüsseln und die Passwortabfrage beim Aufstarten des Geräts kann durch Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung ergänzt werden. Sowohl der Fingerabdrucksensor als auch die 720p-HD-Webcam verrichteten ihren Dienst zuverlässig.

Sollte das Gerät gestohlen werden, können dank CompuTrace Pro der Standort des Geräts per GPS ermittelt und, falls nötig, Daten aus der Ferne gelöscht werden – sofern das ProBook eingeschaltet und mit dem Internet verbunden ist. Da stehen die Chancen freilich nicht schlecht, denn HP hat dem ProBook neben W-LAN- und Bluetooth- auch eine WWAN-Schnittstelle spendiert. Damit ist man auch unterwegs immer mit dem Internet verbunden. Eine solche Schnittstelle stünde auch einem MacBook Air gut an – Tethering mit iPhone und Mac saugt den Akku eben doch recht schnell leer...

Apropos: Die Batterie des ProBook verkraftete in unseren Tests etwa 4,5 Stunden intensives Arbeiten, HP verspricht bis zu 5,75. Dabei ist der HP alles andere als schwachbrüstig. Unser Testgerät war mit einem leistungsfähigen Core i5-Prozessor (2,50 MHz), 4GB RAM und einer Intel HD 3000 Grafikkarte ausgerüstet. Das reicht allemal, um den nicht allzu mutlimedialen Geschäftsalltag locker zu bewältigen. Im Geekbench erreichte unser ProBook respektable 6587 Punkte im 64-Bit-Modus (5210 Punkte im 32-Bit-Modus). Ein vergleichbar ausgestattetes 13-Zoll-MacBook Pro erreicht ungefähr 6450 Punkte im 64-Bit-Modus (5900 Punkte im 32-Bit-Modus) – kostet im Apple Store 300 CHF mehr hat dafür ein DVD-Laufwerk mit an Bord und glänzt mit deutlich längerer Akkulaufzeit; eine WWAN-Schnittstelle, wie gesagt, ist bei Apple weder für Geld noch gute Worte zu bekommen.

Dafür bekommt man bei Apple einen guten Bildschirm – womit wir beim einzigen wirklichen Negativpunkt sind. Zwar hat HP dem ProBook einen angenehm matten Bildschirm spendiert. Doch leider glänzt das Display auch in anderer Hinsicht nicht wirklich: Die Blickwinkelabhängigkeit ist irritierend hoch. Fast immer musste ich die Neigung des Bildschirms korrigieren, nachdem ich meine Sitzposition verändert hatte – da wäre mir ein Glossy-Screen mit all seinen Nachteilen lieber gewesen.

Alles in allem vermag der mässige Bildschirm den Gesamteindruck aber nicht trüben. Das HP ProBook 5330m ist ein gut ausgestattetes, leistungsfähiges und leichtes Notebook für Businessuser, die Wert auf ansprechendes Design legen, sich aber keinen Mac zulegen können oder wollen.

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