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27.06.14

HotBlack London: Analoguhr zeigt an, wie es beim Fußball steht

Fußball-Armbanduhr HotBlack London. Alle Bilder: Hoptroff

Die spinnen, die Briten! Weil sie Fußball so sehr lieben, haben sie jetzt eine Armbanduhr erfunden, die nichts weiter kann als die Uhrzeit anzuzeigen - und den aktuellen Spielstand des Lieblingsteams in Form analoger Zeiger. Die Hotblack London ist dabei nicht unter 500 Euro zu haben.

 

Stellt euch vor, ihr seid in einer Besprechung, aber gleichzeitig spielt euer Lieblingsfußballteam. Ihr habt keine Möglichkeit, euer Smartphone zu zücken und euch über den aktuellen Spielstand zu informieren. Was also tun?

Laut dem britischen Uhrmacher Hoptroff ist die Lösung einfach: Ihr schaut auf die Armbanduhr namens HotBlack London. Und die zeigt euch den aktuellen Spielstand ebenso wie die Restzeit, die noch zu spielen ist, auf dem Ziffernblatt an. Ohne Zutun. Um zu sehen, ob für eine solche Uhr überhaupt Bedarf ist, wirbt Unternehmenschef Richard Hoptroff zunächst um Spenden auf Kickstarter.

 

Made in Britain

Das Prinzip ist simpel: Der obere Kreis der Uhr zeigt die Tore der eigenen Mannschaft an, das untere die des Gegners. Damit der Betrachter weiß, wie lange noch zu spielen ist, informiert ein weiterer Kreis über die Spielminute in der jeweiligen Halbzeit. Diese drei Kreise kommen nur während des Spiels für den Spielstand zum Einsatz. Ansonsten dienen sie der Anzeige des Kalendertags oder haben eine Stoppuhrfunktion. Diese Grafik erklärt die Funktionen am besten:

 

Kostenpunkt: Während der Kickstarter-Aktion werden verschieden gestaffelte Kontingente zwischen umgerechnet 500 und 900 Euro angeboten. Der reguläre Preis soll 1.250 Euro betragen. Dafür erhaltet ihr eine Luxusuhr mit Saphirglas, drei Jahren Batterielaufzeit, einem wasserdichten Schweizer Uhrwerk, gefertigt in Großbritannien. Die Uhr verbindet sich via Bluetooth Low Energy mit einem Smartphone, wo man per App die Lieblingsmannschaft einstellt. Die weiteren Informationen, Anstoßzeiten und Live-Ergebnis, sollen dann automatisch auf die Uhr kommen.

Nur für den Mann, der schon alles hat?

Die Frage, die mir nicht aus dem Kopf will: Wozu das Ganze? Wie oft kommt man wirklich in Situationen, in denen man das Smartphone nicht zücken kann, um den Spielstand des Lieblingsteams zu überprüfen? In Momenten, in denen man keinen Zugang zum Netz hat, etwa im Flugzeug, bringt einem HotBlack London denn auch herzlich wenig, da sie zwingend über den Umweg des Smartphones einen Internet-Zugang verlangt. Und wer genauere Infos will ohne auf das Smartphone zu gucken, der ist mit einer der viel billigeren und immer zahlreicher werdenden Smartwatches doch sicher besser bedient. Aber vielleicht schafft es Richard Hoptroff, the man himself, euch im Video zum Projekt von den Vorzügen seiner Uhr zu überzeugen:

Kollege Jürgen Kroder von Basic Thinking, wo ich diese Uhr gefunden habe, ist dafür eher vom Timing des Uhrenherstellers enttäuscht: Unterstützer sollen sie bei erfolgreicher Kampagne erst im September erhalten. Da läuft dann zwar die neue Saison der Premier League, aber die Weltmeisterschaft ist dann längst vorbei.

Die Kickstarter-Aktion der Hotblack London läuft noch bis zum 23. Juli.

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