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31.07.14

Hitchbot: Niedlicher Roboter trampt durch Kanada und twittert über seine Reise

Hitchbot. Roboter trampt durch Kanada

Ein Forscherteam hat einen goldigen Roboter erschaffen, der sprechen kann und dank Wikipedia alles über die Welt weiß, die er bereist. Und das tut er, denn der Hitchbot wurde Ende Juli in Neuschottland ausgesetzt und soll dank der Hilfe anhalterfreundlicher Autofahrer durch ganz Kanada reisen.

Hitchbot. Roboter trampt durch Kanada

Sommerzeit, Reisezeit. Das gilt auch für den Roboter Hitchbot, den seine Erfinder im kanadischen Halifax ausgesetzt haben. In der Hoffnung, dass er während seiner Reise vom Osten Kanadas in Neuschottland bis ans westliche Ende nach Victoria in British Columbia etwas über Land und Leute lernt. Jeder, der ihn sieht, kann ihn mitnehmen und an einer beliebigen Stelle wieder aussetzen.

Während dessen twittert, facebookt und instagramt der Hitchbot von unterwegs. Aber mehr noch: Er kann sich mit seinem Fahrer unterhalten und über LEDs einen passenden Gesichtsausdruck annehmen. Die notwendige Energie bezieht er aus Solarzellen und dem Zigarettenanzünder der Autos, die ihn mitnehmen.

 

Der Hitchbot wurde schon im vergangenen Jahr in Ontario geschaffen und mehrere Monate lang auf seine Reise vorbereitet. Als seine Eltern bezeichnet er die beiden Forscher David Harris Smith von der McMaster Universität in Hamilton, Ontario, und Frauke Zeller von der Ryerson Universität in Toronto. Der Hitchbot verfügt über eine Sprachausgabe, kann dem Fahrer zuhören und mit ihm reden. Er kann über ein LED-Display Grimassen schneiden oder darauf anzeigen, was er benötigt. Für die künstliche Intelligenz sorgt ein Format namens Cleverscript.

 

Der Hitchbot kann sich mit Hilfe eines Zugriffs auf Wikipedia über viele Dinge unterhalten. Dank eines 3G-Moduls hat er Zugang zum weltweiten Datennetz, mit Hilfe von GPS kann er twittern, wo er ist, und so schnell auch nicht verloren gehen. Damit man seine Reise verfolgen hat, haben seine Eltern ihm Accounts auf Twitter, Facebook und Instagram eingerichtet, auf denen er von seiner Reise erzählt.

 

Los ging es am 27. Juli in Halifax. Zwei Tage später war er im gut 500 Kilometer entfernten Charlo in Neubraunschweig angekommen, einen Tag später in Québec. Von dort fehlen ihm noch rund 5.000 Kilometer auf dem Weg nach Westen. Was wird er unterwegs erleben, wen wird er treffen, wird er die Reise schaffen? Das wissen wir natürlich alles nicht. Nur auf die eine Frage haben wir eine Antwort: Wie wollen die Forscher sicher stellen, dass nicht ein einzelner Fahrer Hitchbot durch ganz Kanada mitnimmt und die Reise damit furchtbar langweilig wird? Die Antwort bietet das Video zum Projekt. Denn so knuffig der Hitchbot auch aussieht - seine nervtötende Stimme dürfte niemand länger als ein paar Tage ertragen:

vimeo.com/100845249

Gute Reise, kleiner Hitchbot! Und solltet ihr in der Gegend sein, wisst ihr, was ihr zu tun habt. Wir freuen uns auf viele schöne Bilder aus Kanada!

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